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Zirka 20 Personen beteiligten sich an dem Streik bei British Airways. Weitere Proteste sollen folgen.

British Airways am Flughafen München

Streik gegen radikale Kündigungswelle

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Flughafen - Der Streik der British-Airways-Mitarbeiter am Münchner Flughafen soll nur der erste Schritt der Gewerkschaft sein, sich gegen an die 30 Kündigungen zu wehren.

British Airways (BA) ist die einzige ausländische Fluggesellschaft, die am Münchner Flughafen noch eigenes Personal beschäftigt. Damit wird es, wie im Hauptteil dieser Ausgabe bereits berichtet, demnächst vorbei sein. Die britische Airline setzt auf einen externen Dienstleister – und wird sich deswegen vom eigenen Personal trennen. Betroffen sind 27 Mitarbeiter. Nur die Airportmanagerin soll bleiben dürfen. Gegen diesen radikalen Schritt ist die Dienstleistungsgesellschaft Verdi jetzt auf die Barrikaden gegangen – mit einem Streik vor den Abfertigungsschaltern im Terminal 1.

Nach Angaben von Verdi will die BA 138 von 218 Arbeitsplätzen in Deutschland abbauen und schließt dazu im Frühjahr 2017 ihre Stationen an den Flughäfen München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Die Kündigungen sollen nächste Woche, wenige Tage vor Heiligabend, zugestellt werden.

Dafür hat die Gewerkschaft keinerlei Verständnis: „Der Konzernzentrale in London geht es weder um Sanierung noch um Wettbewerbsfähigkeit. British Airways erzielt auch in diesem Jahr wieder satte Gewinne. Das strategische Ziel der Entlassungen ist noch mehr Gewinnmaximierung“, heißt es in einer Mitteilung, die Münchens Verdi-Chef Heinrich Birner verantwortet.

Seinen Informationen zufolge werde eine „billige Handling-Gesellschaft die Abfertigung von British Airways zu Dumpingpreisen übernehmen, die den Mitarbeitern nur einen Mindestlohn bezahlt“. Die Passagiere, insbesondere Geschäftsreisende und Vielflieger, müssten mit Verschlechterungen im Service rechnen.

Verdi berichtet, dass mit dem Gesamtbetriebsrat derzeit ein Interessensausgleich und ein Sozialplan verhandelt werde. Die BA wolle für „rentennahe“ Mitarbeiter eine Sonderregelung vereinbaren, nach der die gekündigten Mitarbeiter nach Bezug von Arbeitslosengeld I eine vorgezogene Rente mit Abschlägen beantragen sollen. Verdi ist skeptisch, denn „bei den letzten Sozialplänen für die Stuttgarter Belegschaft und die deutschen Flugzeugtechniker ist eben diese Beschäftigtengruppe leer ausgegangen und durch das Raster des Sozialplans gefallen“.

Am Standort München möchte der Betriebsrat für die Belegschaft einen lokalen Sozialplan abschließen. „Aber die BA lehnt Verhandlungen ab“, kritisiert Verdi. Deswegen habe der Betriebsrat beim Arbeitsgericht München die Einsetzung einer Einigungsstelle beantragt. Diesem Vorgehen hat ein Richter bereits Grünes Licht gegeben.

Der Streik im Terminal 1 war gut besucht. Zahlreiche Mitarbeiter machten mit Fahne und Transparenten ihrem Unmut Luft. Ramin Boueshaghi, Vorsitzender Betriebsrat der BA in München, berichtet, dass sich rund 22 Kollegen und Unterstützer am Ausstand beteiligt hätten.

„Wir haben bewusst einen Zeitpunkt gewählt, dass die Abläufe nicht gestört werden. Das war aber nur der Auftakt“, sagt Boueshaghi. Nächstes Jahr werde es weitergehen, „und dann werden die Auswirkungen auch zu spüren sein“. Erfreulich, so der BA-Betriebsrat, sei gewesen, dass Arbeitnehmervertreter des Abfertigungspartners Swissport/Losch Solidarität gezeigt hätten.

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