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Vom Flieger in die Zelle

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Flughafen – Gleich sechs per Haftbefehl gesuchte Straftäter sind übers Wochenende der Bundespolizei am Flughafen ins Netz gegangen. Zwei wurden umgehend ins Gefängnis abtransportiert, berichtet Christian Köglmeier, Sprecher der Bundespolizei.

Ein 72-Jähriger wurde bei der Ausreise nach Istanbul gestoppt, nachdem er ein Urteil wegen Unfallflucht ignoriert hatte. Ein Freund des gebürtigen Syrers half ihm mit 628 Euro aus der Patsche.

Bei der Ankunft aus Istanbul lief ein Türke (53) den Beamten in die Arme. Auch er wurde wegen Fahrerflucht gesucht. Die Geldstrafe von knapp 2000 Euro hatte er nicht bezahlt. Da er die Summe nicht aufbringen konnte, kam er in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

Ungeplanter Zwischenstopp vor dem Flug nach Bukarest: Ein 31 Jahre alter Rumäne wurde wegen Schwarzfahrens gesucht. Das Urteil über 1500 Euro hatte er ignoriert. Auf der Wache zahlte er. Sonst hätte er 30 Tage brummen müssen.

Zu 1700 Euro Geldstrafe war ein Franzose wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden. Den Betrag überwies er bislang nicht. Als er aus Sarajewo im Erdinger Moos ankam, fiel die Fahndungsnotiz auf. Der 30-Jährige musste vor Ort knapp 1300 Euro zahlen. Ähnlich hoch war die Geldstrafe, die eine Japanerin nicht gezahlt hatte – und das seit über drei Jahren. Sie hatte Glück: Ihr Ex-Mann sprang ein und löste die 54-Jährige aus.

Das war einem Berliner nicht vergönnt. Statt nach Marsa Alam in Ägypten ging es hinter schwedische Gardinen. Vor drei Jahren war er wegen Leistungserschleichung zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 51-Jährige hatte sich ums Begleichen beharrlich gedrückt. Er hatte zu wenig Geld dabei und muss deswegen nun die 100-tägige Ersatzfreiheitsstrafe absitzen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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