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Polizist angegriffen

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Flughafen – Mit einem gefährlichen Zeitgenossen hatte es die Bundespolizei am Montagabend am Flughafen zu tun. Ein amtsbekannter Türke griff die Beamten an. Mehrere Polizisten waren nötig, um den 46-Jährigen zu fesseln. Andere Passagiere wurden nicht in Gefahr gebracht.

Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier berichtet, dass der Türke am Montagabend aus Istanbul im Erdinger Moos ankam. Bei der Passkontrolle stießen die Beamten im Fahndungssystem auf eine Notiz des Regensburger Landgerichts. Das hatte den heute 46-Jährigen bereits 2009 nach einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung unter Führungsaufsicht gestellt. Seit Januar 2014 beauftragte das Landgericht dann auch die Polizeibehörden deutschlandweit mit der polizeilichen Beobachtung des Verurteilten. Diesem Auftrag kamen Bundespolizisten nach – ein hoch riskanter Einsatz:

„Der 46-Jährige war von Anfang an äußerst aggressiv, beleidigte und bedrohte die Kollegen“, so Köglmeier. Unter anderem verglich er die Beamten mit Nazis, kündigte an, sie sexuell zu beglücken, und stellte ihnen ein Wiedersehen in Aussicht. Diese Ausfälle setzten sich auf dem Weg zur Wache fort. Dort angekommen, griff er einen Beamten auch körperlich an, so dass mehrere Beamte ihn fesseln mussten.

Die Besetzung des Reviers quittierte das Verhalten des Regensburgers mit einer Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Die Nacht verbrachte er im Polizeigewahrsam, ehe er am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt wurde. Dieser wird über den weiteren Aufenthaltsort des hoch explosiven Zeitgenossen entscheiden.

ham

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