+
Olympiasieger Mo Farah.

Vorfall schlägt hohe Wellen

Rassismus-Vorwurf von Mo Farah nach Flughafen-Kontrolle: So reagiert die Bundespolizei

Nach den Rassismus-Vorwürfen des britischen Leichtathleten und viermaligen Olympiasiegers Mo Farah nach einer Kontrolle am Münchner Flughafen hat sich nun die bayerische Bundespolizei geäußert.

Flughafen München - Die Bundespolizei hat Rassismus-Vorwürfe des britischen Leichtathleten und viermaligen Olympiasiegers Mo Farah nach einer Kontrolle am Münchner Flughafen zurückgewiesen. Farah sei mit der Fluggastkontrolle nicht einverstanden gewesen und habe Vorschriften missachtet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch. Der Langstreckenläufer hatte ein Video auf Instagram gepostet, auf dem zu sehen ist, wie der gebürtige Somalier von einem Polizisten aus dem Sicherheitsbereich geführt wird. In dem Clip nennt er das Verhalten des Beamten „reine Schikane“.

Der Polizeisprecher erklärte, es sei am Dienstag zu einer „lauten Auseinandersetzung“ zwischen einem Mitarbeiter des bei der Kontrolle beschäftigten privaten Sicherheitsdienstes und Farah gekommen. Daraufhin sei der Bundespolizist hinzugerufen worden. Farah habe sich aber nicht beruhigen lassen und sich geweigert, den Bereich zu verlassen. Stattdessen habe er verbotenerweise angefangen zu filmen.

Polizist habe Farah „mit sanftem Druck“ aus dem Bereich geschoben

Der Polizist habe ihm dies untersagt und Farah wiederholt aufgefordert, zu seinem Gate zu gehen. Weil der Leichtathlet dem jedoch nicht nachgekommen sei, habe der Polizist Farah „mit sanftem Druck“ aus dem Bereich geschoben.

Farah gewann 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro jeweils Olympia-Gold über 5000 und 10 000 Meter. Die britische Königin hatte ihn Ende 2017 in den Adelstand erhoben.

dpa

Erhalten Sie die wichtigsten Themen des Tages für Bayern, Politik und Lokales auf einem Blick – zusammengefasst von unserer Nachrichtenredaktion. Bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter!

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

50 Euro Trostpflaster sind zu wenig: Kanzlei will gegen Münchner Flughafen klagen
Der Flughafen München entschädigt Passagiere, die unter der Sicherheitspanne am 28. Juli leiden mussten, mit Gutscheinen über 50 Euro. Zu wenig, findet eine Münchner …
50 Euro Trostpflaster sind zu wenig: Kanzlei will gegen Münchner Flughafen klagen
Flughafen-Chaos: Unter diesem Link bekommen die Passagiere ihre Entschädigung
Wie wir exklusiv erfahren haben, möchte die Flughafen München GmbH Tausende von Leidtragenden mit „einer kleinen Aufmerksamkeit erfreuen“. Unterdessen könnte der Fall …
Flughafen-Chaos: Unter diesem Link bekommen die Passagiere ihre Entschädigung

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion