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Der Flughafen München:wie klimaschädlich ist der Luftverkehr?

Startbahn-Gegner haben Zweifel

CO2-Ausstoß: Klimaschädling Flughafen?

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München - Die Startbahn-Gegner haben Zweifel an den Klimaschutzzielen des Flughafens geäußert und machen in Sachen CO2-Ausstoß eine Gegenrechnung auf. 

Wenn man den Luftverkehr demjenigen Land zurechne, von dem aus die Flugzeuge starten, ergebe sich ein ganz anderes Bild. Der Freisinger Startbahn-Gegner Michael Besch hat dazu die Daten für Bayern aufbereitet. Demnach umfasste der CO2-Ausstoß des gesamten Flugverkehrs, der von Bayern aus in alle Welt startete, im Jahr 2012 insgesamt 4,3 Millionen Tonnen. Das ist 14,2 Prozent der Menge, die der Verkehr insgesamt emittiert. Die Verbrennung von einer Tonne Kerosin erzeuge 3,15 Tonnen CO2.

Zum Vergleich: Der Betrieb des Flughafens München selbst – ohne startende Flugzeuge – trägt mit rund 100 000 Tonnen im Jahr nur einen eher kleinen Teil zum CO2-Ausstoß dazu bei. Der Flughafen selbst möchte bis 2030 klimaneutral werden, zum Teil durch aktive Maßnahmen wie etwa LED-Beleuchtung und Elektrofahrzeuge, zum Teil durch den Kauf von CO2-Zertifikaten (wir berichteten). Flughafen-Chef Michael Kerkloh erklärt, der Flughafen werde damit zum „Vorreiter zum Klimaschutz“.

Das wiederum ärgert viele Anwohner in der Region, wie auch Leserbriefe an unsere Zeitung zeigen. Besch weist in einem neunseitigen Papier („Der Beitrag der Luftfahrt zur Klimakatastrophe“) für den Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm und Schadstoffbelastungen auf einen weiteren Faktor hin: Es bestehe ein großer Unterschied, ob CO2 in Erdnähe oder aber in großer Höhe ausgestoßen werde. Letzteres sei für die Troposphäre wesentlich schädlicher.

Außerdem bezweifelt der Bürgerverein Messungen des Flughafens zur Schadstoffbelastung in der Region Freising. Der Verein hat nun für rund 6000 Euro ein mobiles Schadstoffmessgerät gekauft. Gemessen werden sollten damit Nanopartikel und Feinststäube, wie sie bei der Kerosinverbrennung entstehen. Ziel müsse in jedem Fall sei, den Flugverkehr zu reduzieren. 

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