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Leistungssportlerin Viola Wächter absolviert ein Praktikum bei der Bundespolizei am Flughafen.

Viola Wächter: Einsatz am Flughafen

Weltcupsiegerin als Bundespolizei-Praktikantin

Obacht, wenn Sie am Flughafen kontrolliert werden. In dieser Uniform steckt eine beinharte Kämpferin:

Flughafen - Die Bundespolizistin Viola Wächter (30) ist als deutsche Judoka weltweit erfolgreich. Sie hat verschiedene Wettkämpfe und unzählige Medaillen gewonnen. Neben den sportlichen Erfolgen hat sie der Berufsalltag fest im Griff. Hier konzentriert sie sich auf ihren Job als Polizistin in der Bundespolizei – derzeit am Flughafen München.

Seit voriger Woche absolviert Wächter ein vierwöchiges Fortbildungspraktikum bei der Bundespolizei am Airport. Dabei wird die junge Polizeiobermeisterin ihr theoretisches Wissen vor allem beim Ermittlungsdienst in der Praxis anwenden und vertiefen.

Die Bundespolizei am Flughafen München führt jährlich Aus- und Fortbildungspraktika durch und wird bis Ende des Jahres etwa 200 Kollegen aus der gesamten Bundespolizei in verschiedenen Praktika betreut haben. Dass unter den Kollegen Olympiasieger und Weltmeister sind, ist aber auch hier nicht alltäglich.

Mit Wächter verstärkt wieder einmal eine Goldmedaillengewinnerin den Kollegenkreis der Bundespolizisten am Moos-Airport. Die Kadersportlerin kann einiges an sportlichen Erfolgen vorweisen: Sie ist unter anderem Europacupsiegerin und dreimalige Weltcupsiegerin und hat sich bei den deutschen Meisterschaften im Judo bereits dreimal die Goldmedaille erkämpft – nur ein paar Erfolge der Sportlerin des FC Schweitenkirchen.

Die gebürtige Münchnerin trainiert am Olympiastützpunkt in Großhadern für ihre sportlichen Erfolge. Ihren Dienst versieht sie an der Bundespolizeisportschule Kienbaum bei Berlin. Dort fördert die Bundespolizei talentierte Sportler. Im Anschluss an die sportliche Karriere haben die Athleten die Möglichkeit, als vollwertig ausgebildete Polizeibeamte nahtlos in andere Aufgabenfelder der Bundespolizei zu wechseln und dort Polizeidienst zu leisten.

Um für eben diesen Tag ebenso gut gewappnet zu sein wie für die sportlichen Wettkämpfe, absolvieren die Sportler regelmäßig Fortbildungspraktika an verschiedenen Dienststellen der Bundespolizei. Dabei ist die Dienststelle am Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt mit ihrer Aufgabenfülle immer wieder erste Wahl.

Der Leiter der Bundespolizei im Erdinger Moos, Leitender Polizeidirektor Detlef W. Karioth, nutzte die Gunst der Stunde und erörterte der Kampfsportlerin in einem Begrüßungsgespräch die Möglichkeiten, die die Münchner Flughafendienststelle nach einem Karriereende für sie bereithält. So böte eine spezielle Verwendung im Bereich des Polizeitrainings für eine kampfsporterfahrene Beamtin eine gute Option, um dem Sport auch dienstlich weiterhin treu zu bleiben.

red

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