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Ertappt: Mit Spezialgeräten und geschultem Blick spüren die Bundespolizisten täglich Dokumentenfälschungen auf.

Fahndungserfolge am Flughafen

Zwangs-Heimreise statt FC Bayern

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Flughafen - Zwei  Fahndungserfolge gibt es vom Münchner Flughafen zu vermelden.

Akten sind geduldig. Doch der Haftbefehl gegen einen Bulgaren hatte nicht den Hauch einer Chance, Staub anzusetzen. Harald Lindacher von der Flughafenpolizei berichtet, dass ein Amtsrichter am Freitag wegen Hausfriedensbruchs den 29 Jahre alten Osteuropäer zur Fahndung ausgeschrieben hatte. Am gleichen Tag lief er im Terminal 1. Zivilfahndern der Flughafenpolizei in die Arme. Bereits gegen Mittag schloss sich hinter dem 29-Jährigen bis auf Weiteres die Zellentür. „Für uns war der Fall damit erledigt“, berichtet Lindacher.

Satz mit X, war wohl nix: Eine Frau von der Elfenbeinküste kam gar nicht erst dazu, ihren zweiwöchigen Urlaub in Europa anzutreten. Aus dem Verwandtenbesuch wird ebenso wenig wie aus dem Besuch beim FC Bayern. Denn die Ivorerin war nach Angaben von Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier mit einem gefälschten Visum unterwegs.

Am Freitag kam die 29-Jährige aus Tunis am Moos-Airport an. Bei der Einreisekontrolle stellte sich laut Köglmeier heraus: Der Pass war echt, das Visum manipuliert. Die Afrikanerin schwor, dass sie hereingelegt worden sei. Das half ihr nichts: Keine 24 Stunden später, im Verlauf des Samstags, musste sie die Bundesrepublik verlassen. Es wurde ein teurer Spaß: Die Bundespolizei kassierte 245 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens. Und für den Rückflug musste sie rund 900 Euro berappen.

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