Impressionen von den Familientagen am Flughafen München.
1 von 3
Der Airbus A400M Atlas der Luftwaffe wird als Transport- und Tankflugzeug eingesetzt.
Impressionen von den Familientagen am Flughafen München.
2 von 3
Den AWACS-Luftaufklärer von innen haben sich Rudi, Lucas und Paula Perkins (v. l.) aus München angesehen.
Impressionen von den Familientagen am Flughafen München.
3 von 3
Die C-160D Transall wird in den kommenden Jahren ausgemustert und durch den Airbus A400M ersetzt.

Zur Feier seines 25. Geburtstages

Familientage am Flughafen München: Mit Fernweh im Gepäck

Historische und neue Flugzeuge standen bei den Familientagen am Flughafen München bereit. Die Besucher sahen sich ihr Inneres an, stellten Fragen, kauften Souvenirs – und nahmen zudem eine große Portion Fernweh mit nach Hause.

Flughafen Nur wenige hundert Meter entfernt rollt das weiße Flugzeug mit dem blau-rot gestreiften Seitenruder vorbei. „Air France“ ist in dunkelblauen Großbuchstaben auf dem Rumpf zu lesen. Gleich wird es abheben, Richtung Paris. Eine Gruppe Menschen schaut ihm nach. Sie stehen inmitten dutzender Flugzeuge auf dem Vorfeld. Dort, wo sonst nur Piloten und Stewardessen Zutritt haben. Einige sehen so aus, als würden sie selbst gerne in dieser Maschine sitzen.

30 000 Quadratmeter seines Vorfelds hat der Flughafen München am Wochenende für die Besucher geöffnet. Und nicht nur das: Zur Feier seines 25. Geburtstages fanden Familientage statt.

Wer das mit Besuchern fast übervolle Festgelände betritt, dem bietet sich ein recht zusammengewürfelt wirkender Anblick: Aus einem Zelt dringt Volksfestmusik, ein 18 Meter hohes Riesenrad dreht sich und es riecht nach Steckerlfisch. Mit diesem Geruch in der Nase gehen die Besucher an Platten mit kunstvoll drapiertem Sushi vorbei oder stellen sich beim Flugsimulator an. Der Flughafen will sich als Bayerns Tor zur Welt darstellen, mit dem internationalen Catering in vier Zelten soll auf die vier Kontinente verwiesen werden, die man von hier aus anfliegen kann.

Zu den Flugzeugen auf dem Vorfeld fährt ein Shuttlebus. Zwei Buben kleben fast an der Fensterscheibe, stoßen sich gegenseitig an, „Oh!“- und „Ah!“-Rufe wechseln sich mit den Namen von Flugzeugtypen ab, von denen wohl viele der Mitfahrer noch nie etwas gehört haben. Doch sie lassen sich von der Begeisterung anstecken und bestaunen die historischen und neuen, kleinen und riesigen Modelle. Familie Perkins aus München kommt gerade die Treppe herunter aus dem Inneren einer E-3A Sentry, auch bekannt als AWACS, die als fliegende Radarstation den Luftraum überwacht. „Ich komme ursprünglich aus Finnland und mein Vater war dort bei der Luftwaffe stationiert“, erzählt Paula Perkins, die neben Mann Rudi und Sohn Lucas heute auch mit ihren Eltern vor Ort ist. „Da war es für uns natürlich besonders interessant, uns die Maschine genauer ansehen zu dürfen.“ Wer nicht zufällig mit einem gut informierten Familienmitglied gekommen ist, dem beantworten die Experten gerne sämtliche Fragen. „Die Besucher sind sehr interessiert, wollen mehr über das Flugzeug, aber auch über unsere Arbeit wissen“, sagt der Kommunikationstechniker der NATO-AWACS. „Vor allem wollen sie wissen, ob die Maschine noch fliegt und was der Teller auf dem Dach soll.“ Geduldig gibt er Antwort: Das 1982 gebaute Flugzeug fliegt tatsächlich noch und auf seinem Dach befindet sich der Radarteller.

Geduld mussten nicht nur die Experten haben, sondern auch die zahlreichen Besucher: Anstehen hieß es am Vormittag schon eine gute halbe Stunde vor dem Eingang. Lange Schlangen bildeten sich an den Volksfest-Attraktionen, den Essens- und Getränkeständen sowie den Flugzeugen. Doch einmal wie ein Pilot durch die Fenster des Cockpits schauen dürfen, ein anderes Flugzeug in der Nähe abheben sehen und im Fernweh schwelgen – die Geduld zahlte sich am Ende aus.

von Teresa Pancritius

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Katastrophenschutz-Übung am Flughafen: Das Drama um abstürzende ErdingAir
Ein abgestürzter Airbus, ein gestrauchelter Hubschrauber und noch einige andere Unglücke, mehr als 700 Mitwirkende, ein Jahr Vorbereitung und eine logistische …
Katastrophenschutz-Übung am Flughafen: Das Drama um abstürzende ErdingAir

Kommentare