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Fürs Umland im Einsatz: der neue Regionalbeauftragte Jochen Flinner (l.) mit seinem Vorgänger Rudolf Strehle, der sich nun um den FMG-Wohnungsbau küm mert.

Wechsel im Regionalbüro 

FMG bekommt Wohnungsbau-Chef

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Flughafen - Das Umland bekommt am Flughafen einen neuen Ansprechpartner: Jochen Flinner wird Regionalbeauftragter. Vorgänger Rudolf Strehle besetzt das zusätzlich geschaffene Amt Konzernbeauftragter Wohnen.

Flughafen-Starkbierredner Wolfgang Krebs in der Rolle von Edmund Stoiber verpasste Rudolf Strehle den Spitznamen „Regionalbischof“. Der passte, denn beinahe schon seelsorgerisch kümmerte sich der 61-Jährige um die Region, in der die FMG hunderte soziale Projekte fördert.

Nach über zehn Jahren als Leiter des Regionalbüros gibt der Journalist, der vor 33 Jahren vom Münchner Merkur zur FMG gewechselt ist, sein Amt nun an seinen Kollegen Jochen Flinner ab.

Strehle hatte eigentlich vorgehabt, zum Jahresende in den Ruhestand zu gehen. Doch daraus wird nichts, er übernimmt ein neu geschaffenes Amt. Auf Wunsch der FMG wird er vom 1. Juni an Konzernbeauftragter Wohnen. Er wird die Anstrengungen der FMG zum Bau von Mitarbeiterwohnungen bündeln und koordinieren.

„Indem wir diese neue Schaltstelle schaffen und mit Rudolf Strehle besetzen, machen wir zugleich deutlich, wie wichtig uns die Wohnraumbeschaffung für Flughafenmitarbeiter ist. Strehle wird seine guten Kontakte zu den Rathäusern der Region nutzen, um im engen Dialog mit den Kommunen nach praktikablen, schnell realisierbaren Lösungen zu suchen“, erklärte Flughafenchef Michael Kerkloh.

Ziel der Flughafengesellschaft ist es, in den nächsten Jahren insgesamt 600 Wohnungen zu erschwinglichen Preisen für ihre Beschäftigten bereit zu stellen. Bereits ab 1. Juli werden 46 möblierte Apartments in München an Mitarbeiter der FMG vermietet. Weitere 132 Wohneinheiten sollen ab dem Frühjahr 2019 in Hallbergmoos zur Verfügung gestellt werden. Hier ist allerdings nur eine befristete Vermietung zulässig, so dass die Mitarbeiter in diesen Wohnungen maximal ein halbes Jahr untergebracht werden können.

Für weitere Wohnungen für Mitarbeiter sucht die FMG den Schulterschluss mit den Gemeinden. „Ich baue darauf, dass auch sie erkennen, dass ohne ihre Mitwirkung alle Forderungen an die FMG, weiteren Wohnraum zu schaffen, ins Leere laufen“, so Strehle.

Der 42-jährige Flinner setzt als neuer Regionalbeauftragter auf eine Fortsetzung der intensiven partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Airport und seinen Anrainern. „Auch wenn es naturgemäß bei manchen Themen unterschiedliche Auffassungen gibt, haben wir immer wieder bewiesen, dass wir gemeinsam tragfähige Lösungen für die Region erzielen können“, sagt Flinner.

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