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Ein Fotograf und seine Bilder: Der Italiener Marco Pejrolo stellt bis 27. August Porträts im Terminal 2 aus.

Fotoausstellung im Terminal 2

Die Gesichter des Massenphänomens Flucht

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Am Münchner Flughafen ist noch bis Ende August eine Fotoausstellung zu sehen, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Flucht auseinander setzt.

Flughafen - Die einen grinsen, die andere blicken ins Leere. Es gibt Gesichter voller Mut und Gesichter, die Hoffnungslosigkeit ausstrahlen. Es sind nicht nur einfach Porträts, die derzeit auf der Abflugebene des Terminal 2 zu sehen sind. „Spiegel der Seele“ heißt die Fotoausstellung von Marco Pejrolo, die noch bis 27. August dauert. Die Premiere hatte zu Jahresbeginn im Münchner Gasteig stattgefunden.

Der Italiener hat Geflüchtete fotografiert – in einem kleinen Studio vor einem Flüchtlingscamp. Es sind keine gestellten Bilder, versichert Pejrolo, „ich habe die Menschen gebeten, einfach nur zu schauen“.

Der Titel „Spiegel der Seele“ ist dabei doppelt gemeint, wie Flughafen-Pressechef Ingo Anspach bei der Vernissage am Donnerstagabend verdeutlichte. Denn die Abgebildeten geben nicht nur einen Einblick in ihre Seele, der Betrachter sieht sich selbst im Spiegel. Verstärkt werde dieser Eindruck, so Anspach weiter, weil es zu den Schwarz-Weiß-Fotos keinerlei Erklärung gibt. Der Besucher erfährt weder Namen, Herkunftsländer noch Gründe der Flucht. Im Gegenteil: Unter jedem Bild hängt ein Büchlein, in das der Gast seine Eindrücke schreiben kann. „Die Porträtierten wurden auf das Wesentliche reduziert – auf ihr Menschensein“, so Anspach.

Für ihn ist der Flughafen der ideale Ort für diese Ausstellung, weil hier jeden Tag Menschen aus aller Herren Länder zusammenkommen.

Anspach empfahl den Besuch schon deshalb, weil das Flüchtlingsthema üblicherweise mit anonymen Massen assoziiert werde („Flüchtlingsstrom“). Hier zeige der Künstler einen ganz anderen Blickwinkel, „in dem er sich auf das Individuum konzentriert und so eine verblüffende Nähe schafft“. Der Eintritt ist frei.

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