Sie wollte nach Dubai fliegen

Frau (26) am Flughafen verhaftet - wegen 25 Euro Bußgeld

Einfach mal einen Strafzettel nicht bezahlen; was soll da schon groß passieren? Was einem da blühen kann, hat am Montag eine Ukrainerin am Flughafen erfahren müssen.

München - Damit hatte die Dame wohl nicht gerechnet: Eine 26-jährige Ukrainerin wollte am Montag nach Dubai fliegen. Doch bei der Passkontrolle klickten die Handschellen.

Wie die Bundespolizei mitteilt, wurden die 26-Jährige am Montagmorgen festgenommen, als sie nach Dubai ausreisen wollte. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf hatte die Verkehrssünderin mit Erzwingungshaftbefehl gesucht, weil sie offenbar beharrlich ein Bußgeld nicht bezahlt hatte.

Im Sommer 2016 hatte die Wahl-Münchnerin wohl eine Verkehrsordnungswidrigkeit begangen, war dabei erwischt worden und hatte offensichtlich beharrlich das daraus resultierende Bußgeld von 25 Euro nicht bezahlt. Alles in allem war die säumige Zahlerin den Behörden 89 Euro, bestehend aus Bußgeld und Verwaltungskosten, schuldig geblieben. Daher hatte ein Richter am Amtsgericht in Deggendorf im November 2017 einen Erzwingungshaftbefehl gegen die junge Frau erlassen. Vor gut einer Woche beauftragte die Staatsanwaltschaft Deggendorf nun die Polizeibehörden mit der Suche nach der 26-Jährigen. Am Montagmorgen haben Bundespolizisten die Frau jetzt verhaftet, als sie die Ausreisekontrolle für den Flug nach Dubai durchlief.

Den drohenden Gefängnisaufenthalt vor Augen, bezahlte die Ukrainerin den geforderten Betrag bei der Bundespolizei dann doch und durfte die Wache auch wieder verlassen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Patrick Seeger (Symbolbild)

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Kommentare

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NeusprechAntwort
(1)(0)

"Die Staatsmacht handelt korrekt und ohne Ansehen der Person" Das ist der Kalauer des Jahres :-)))

slowmanAntwort
(0)(0)

Die gute Dame wurde doch aktiv gar nicht gesucht. Evtl. versucht die Polizei auf Streifenfahrt einmal sie zu Hause zu erreichen falls ein gemeldeter Wohnsitz existiert, ansonsten erfolgt ein Eintrag in entsprechende Datenbanken und bei einer Verkehrskontrolle oder wie jetzt hier am Flughafen taucht dann der nette Hinweis auf. das kann Ihnen im benachbarten Ausland genauso passieren wenn sie dort beharrlich eine Knolle nicht zahlen. Bei der nächsten Kontrolle oder Einreise am Flughafen werden sie bis zur Zahlung festgesetzt. nach der Dame wurde wegen 25 Euro nun nicht mit Hundertschaften gesucht.
Bzgl. des illegalen grenzübertrittes stellt sich die Problematik spätestens dann ein, wenn jemand aus einem nicht als sicher deklarierten Drittstaat hier auftaucht und das Wort Asyl über die Lippen bringt. Ab diesem Moment ist der Übertritt nicht mehr illegal sondern es folgt eine Duldung bzw. Bleiberecht bis der endgültige Status geklärt ist.

autoweltAntwort
(1)(0)

Ahem, hüstel, hüstel. . . . . . .