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Bei Wartenberg ist diese 100 Kilo schwere Verkleidung auf eine Wiese gestürzt. 

Untersuchung ist abgeschlossen

Abgestürztes Flugzeugteil: Rätsel um fehlende Bolzen

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Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat ihren Bericht zum abgestürzten Tragflächenteil abgeschlossen. Er gibt Rätsel auf. 

Flughafen – Ein 100 Kilo schweres Metallteil, das mit fast 300 Kilometern pro Stunde in die Tiefe stürzt – ein solches Geschoss ist am 19. Mai in eine Wiese bei Wartenberg eingeschlagen. Die Verkleidung eines Landeklappenantriebs hatte sich von der rechten Tragfläche einer Boeing 747-400 gelöst. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihren Bericht zu dem Vorfall abgeschlossen. „Beide Bolzenverschraubungen fehlten“, schreibt die Behörde darin. Diese Bolzen seien nach dem Unfall weder an dem defekten Antrieb noch am Fundort der Verkleidung gefunden worden.

Außerdem waren nach dem Gutachten „einige Halter und Verbindungen gebrochen bzw. verbogen“. Dies sind allerdings Feststellungen nach dem Unfall. Eine konkrete Ursache für den Schaden wird in dem Bericht allerdings nicht genannt. Der Bericht verweist nur allgemein auf Serviceunterlagen des Herstellers. „In diesen Dokumenten werden mögliche Ursachen beschrieben, die zum Verlust von Verkleidungen führen können“, schreiben die Gutachter. Außerdem würden in diesen Serviceunterlagen Maßnahmen zur Vermeidung genannt. Dabei lässt es die BFU bewenden.

Die (fast) Getroffenen wird das nicht zufrieden stelllen

Eine tiefere Ursachenforschung sei dann Pflicht, wenn daraus Empfehlungen für die gesamte Luftfahrt abgeleitet werden könnten, erklärt ein BFU-Pressesprecher. „Unser schärfstes Schwert sind da Sicherheitsinformationen.“

Konrad Ganslmaier wird das nicht zufrieden stellen. Er hatte die zwei Meter lange Abdeckung auf seiner Wiese im Wartenberger Ortsteil Moos gefunden. „Glücklicherweise ist das Teil in die Wiese eingeschlagen und nicht ein paar Meter weiter ins Wohnhaus oder in unsere Ochsenherde“, hatte der Landwirt gesagt.

Die Landwirtsfamilie Anita und Konrad Ganslmaier, links im Bild Tochter Anna.

Die Frachtmaschine der britischen CargoLogicAir hatte sich an diesem Freitagmorgen im Landeanflug auf den Flughafen München befunden. Nach dem BFU-Bericht hörte die Crew-Mitglieder – zwei Piloten und ein Mechaniker – zwölf Kilometer vor der Landebahn ein Geräusch. Das Fehlen der Verkleidung und die Schäden an der Tragfläche entdeckten sie erst nach der Landung.

Bürgermeister Manfred Ranft hatte nach dem Unfall in einem Brief Aufklärung von der Flughafen München Gesellschaft (FMG) gefordert. Er stelle darin auch die Frage, „ob es notwendig ist, jede schlampige Frachtmaschine und jedes schlecht gewartete Charterflugzeug hier landen zu lassen“. Solche Unfälle lägen nicht in seinem Zuständigkeitsbereich, hatte der Airport-Betreiber laut Ranft damals geantwortet.

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