Daumen hoch für die neue Nonstop-Verbindung: Mit der Crew des Erstflugs MUC–SIN wurde die Ankunft der A 350 am Changi Airport gefeiert. Für die mehr als 10 000 Kilometer lange Strecke benötigt der moderne Airbus rund zwölf Stunden.
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Daumen hoch für die neue Nonstop-Verbindung: Mit der Crew des Erstflugs MUC–SIN wurde die Ankunft der A 350 am Changi Airport gefeiert. Für die mehr als 10 000 Kilometer lange Strecke benötigt der moderne Airbus rund zwölf Stunden. 
Erstflug A350 MUC-SIN
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Bilder vom Erstflug A350 MUC-SIN
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Kooperation von Lufthansa und Singapore Airlines

Zurück auf einer heiß umkämpften Strecke

Der asiatische Markt ist gerade für europäische Fluggesellschaften hart umkämpft. Die Lösung: Kooperationen mit Airlines vor Ort. Ein solches Joint Venture haben Lufthansa und Singapore Airlines gestartet. Die deutsche Linie fliegt zudem wieder nonstop von MUC nach Singapur.

Flughafen– Lufthansa hat in Südostasien eine lange Geschichte. Bereits 1926 fanden Flüge nach China statt, erstmals nach Singapur ging es 1965. In den Stadtstaat am Äquator fliegt die Airline seit Jahren nonstop von Frankfurt. Ab München war die Direktverbindung seit 2001 ebenfalls im Flugplan – bis sie 2012 eingestellt wurde. Als Grund nannte das Unternehmen damals zu geringe Kapazitäten am Moos-Airport. Jetzt ist der Nonstop-Flug mit fünf Verbindungen pro Woche zurück.

„Wir hatten immer einen schweren Stand, was die Verbindungen nach Südostasien angeht“, erklärte Steffen Harbarth in einer Pressekonferenz im Sofitel Singapore City Centre anlässlich der Wiederaufnahme der Nonstop-Verbindung. Vor allem durch die Golf-Carrier Emirates, Etihad und Qatar sei man in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Sie hätten die Etablierten aufgerüttelt.

„Mit dem A 350 trauen wir uns die Rückkehr auf dieser heiß umkämpften Strecke wieder zu“, betonte Harbarth, zuständig für die kommerzielle Leitung der Lufthansa in München. Der neue Airbus verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin als die bisher eingesetzten Maschinen. Dadurch sinken die Kosten pro Sitz. Günstiger sei nur XXL-Flieger A 380 – vorausgesetzt, man bekomme dessen über 500 Sitzplätze voll, und zwar auch in der Nebensaison.

Auch die wachsende Bedeutung des Moos-Airports als einer der beliebtesten Umsteigeflughäfen in Europa habe zu der Entscheidung geführt, MUC–SIN wieder aufzunehmen. „Innerhalb der Lufthansa-Gruppe bauen wir den Flughafen München immer mehr als präferiertes Umsteige-Hub auf“, sagte Harbarth. Dafür spreche auch die Stationierung der A 380-Maschinen: „Die schreien geradezu nach Umsteigeverkehr.“

Hilfreich sei zudem das „intensivere und besser gepflegte“ Verhältnis zu Star-Alliance-Partner Singapore Airlines – „der beste Partner, den man für Südostasien und Australien haben kann“, so Harbarth. Umgekehrt brauche auch SIA einen starken Partner in Europa. Der Grundgedanke dieser Kooperation sei es, sich „partnerschaftlich zu komplementieren“ und stärker voneinander zu profitieren – die Lufthansa von den Verbindungen der Singapore Airlines in Asien-Pazifik und SIA wiederum vom LH-Streckennetz in Europa. Durch die Joint-Venture-Partnerschaft wollen die Airline-Gruppen letztlich wieder mehr Fluggäste zwischen Europa und Asien von den Golf-Carriern zurückgewinnen.

„Beide Partner sind in ihrer Region stark. Wir kombinieren die Stärken unserer beiden Drehkreuze“, sagte Tan Kai Ping, Senior Vice President Marketing und Planung von Singapore Airlines, in der Pressekonferenz. Dazu gehöre auch die zeitliche Ergänzung: Der Nonstop-Flug von SIA verlässt, ebenfalls im A 350, München mittags. Flug LH 790 startet am späten Abend mit Ziel Changi Airport – ein Flughafen, der besonders viele Geschäftsreisende anzieht: „Auf der Strecke haben wir einen Business-Anteil von 40 Prozent. Das ist enorm hoch“, sagte Harbarth über die Passagiere.

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