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Alles auf einen Blick: FluMo informiert rund um die Uhr über startende und landende Maschinen sowie die dabei ausgestoßenen Luftschadstoffe.

Messung von Schadstoffen in der Luft

Mit einem Mausklick in den Himmel

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Wie sauber ist die Luft über dem Flughafen? Auskunft darüber gibt ein neues Luftgüte-Monitoring, das rund um die Uhr aktuelle Daten liefert. „LuMo“ kann von jedem Interessierten bequem vom Bildschirm aus abgerufen werden.

Auch wenn Flugzeuge immer leiser werden und auch immer weniger Schadstoffe ausstoßen, eine saubere Sache wird die Fliegerei nie werden – zumindest so lange Kerosin die Triebwerke befeuert. Die Menschen im Umland des Münchner Flughafens haben ab sofort die Möglichkeit, rund um die Uhr und in Jetzt-Zeit zu erfahren, wie es um die Luftqualität über ihren Köpfen bestellt ist.

Die Flughafen München GmbH (FMG) hat ihr Luftgüte-Monitoring ausgebaut. LuMo ist via Internet permanent für jeden abrufbar. Bislang hat die FMG die Daten einmal im Monat veröffentlicht. Der Flughafen legt in diesem Zusammenhang Wert auf die Feststellung, „dass bisher regelmäßig der Nachweis erbracht wurde, dass alle Grenzwerte eingehalten wurden“, heißt es in einer Presseerklärung.

Und so funktioniert LuMo: Die Luftschadstoffe, unter anderem Schwefeldioxid und -monoxid, Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon, werden permanent durch zwei feste Messstellen sowie eine mobile Station erfasst. Letztere wird in der Regel sechs Monate in einer Gemeinde im Umland aufgestellt. Daneben werden auch die Messwerte der weiteren von der Bundes-Immissionsschutzverordnung erfassten Parameter mit Grenzwerten dargestellt. Die Daten werden rund um die Uhr aktualisiert. Zum Feinstaub merkt ein Sprecher der FMG an, dass alle Partikel bis zu einem Durchmesser von zehn beziehungsweise 2,5 Mikrometern berücksichtigt würden.

Für FMG-Chef Michael Kerkloh ist das neue Internetangebot ein „weiterer wichtiger Baustein in der auf Dialog und Vertrauen basierenden Kommunikation des Flughafens mit seinen Nachbarn“. Er versichert: „Mir ist kein zweiter europäischer Flughafen bekannt, der seinen Anrainern einen solchen Service in dieser Tiefe und mit dieser Aktualität offeriert.“

Herbert Knur, Vize-Vorsitzender der Fluglärmkomission, sagt als Anwalt des Umlands: „Ich begrüße dieses Engagement des Münchner Flughafens. Die ständige Verfügbarkeit von aktuellen Messergebnissen für die unterschiedlichen Standorte rund um den Airport liefert eine verlässliche Datenbasis zur Einschätzung der Luftgüte in der gesamten Flughafenregion.“ In der Fluglärmkommission, die erst die Woche getagt hatte, geht es immer wieder auch um die Problematik von Schadstoffen in der Luft.

Neben LuMo gibt es im Erdinger Moos auch noch FluMo – das Fluglärm-Monitoring. Bereits seit drei Jahren können sich die Nachbarn des Flughafens über die aktuellen Ergebnisse von Fluglärmmessungen informieren. Die Daten sind so konturenscharf, dass die Werte für einzelne Ortschaften angegeben werden.

Infos im Internet: Das Luftgüte-Monitoring der FMG ist unter der Adresse www.munich-airport.de/lumo, das Fluglärm-Monitoring unter www.munich-airport.de/flumo abrufbar.

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