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Große Bühne für die A350-900: 2000 Gäste waren zur offiziellen Präsentation des neuen Langstreckenjets gekommen.

Lufthansa präsentiert neuen Flieger

Airbus A350: Münchens neuer Riese

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Mit großer Show und 2000 Gästen hat die Lufthansa ihren ersten Airbus vom Typ A 350-900 vorgestellt. Seine Heimatbasis wird der Flughafen München sein, getauft wurde der Flieger aber auf den Namen Nürnberg.

München – Der Kranich weiß, wie man feiert: Mit einer großen Show und viel Prominenz hat Lufthansa am Donnerstag 2000 Gästen seinen neuen Langstreckenjet vorgestellt – die A350-900. Jede einzelne kostet 310 Millionen Euro. Sie verfügt über 224 Sitze in der Economy- und 48 in 8der Business-Class.

Auch wenn der Premierenflieger durch den Nürnberger OB Ulrich Maly und den aus der gleichen Stadt kommenden Finanzminister Markus Söder auf den Namen der Frankenmetropole getauft wurde: Die A 350-900 der Lufthansa wird eine Münchnerin. Denn im Erdinger Moos wird die Flotte mit zunächst zehn Maschinen angesiedelt und ersetzt sukzessive die A340-600, das bis dato längste Passagierflugzeug der Welt.

Grund zur Freude: Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr (l.) und FMG-Aufsichtsratschef Markus Söder.

Wenn das Moos einen neuen Vogel bekommt, darf das Umland bei der Taufe nicht fehlen. Zahlreiche Bürgermeister sowie Erdings Landrat Martin Bayerstorfer hatten den Weg in den Hangar gefunden und trafen dort auf die Elite der deutschen Luftfahrt: Airbus-Boss Tom Enders, Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr sowie sein Vorvorgänger Jürgen Weber, Swiss-CEO Thomas Klühr, der designierte Münchner Lufthansa-Chef Wilken Bormann, die FMG-Geschäftsführer Michael Kerkloh, Thomas Weyer und Anne Gebekken sowie FMG-Aufsichtsratschef und Finanzminister Markus Söder. Letzterer sieht in der A350 gar einen Ökoflieger. Denn der Airbus verbraucht 25 Prozent weniger Kerosin, stößt 25 Prozent weniger CO2 aus und verursacht 50 Prozent weniger Lärm als vergleichbare Jets. „Das ist ein wichtiges Signal für das Umland“, sagt Söder.

Großer Tag auch für den Hersteller: Airbus-Chef Tom Enders (r.) im Gespräch mit Sportreporter Markus Othmer.

Spohr erklärte, die neue Flotte mit einem der modernsten Flugzeuge der Welt werde bewusst am Drehkreuz des Südens stationiert: „Das passt zu Europas bestem Flughafen.“ Die A 350 sei der „Einstieg in die Zwei-Liter-Klasse“ (pro Passagier und Kilometer werden etwas mehr als zwei Liter Kerosin verbraucht.) Der Flughafen München sei für Lufthansa ein wichtiger Standort – 133 Ziele in 60 Ländern würden angesteuert. 28 Millionen Passagiere seien voriges Jahr von und nach München geflogen. 11 000 Mitarbeiter zählt der Konzern mittlerweile.

Mit einer pompösen Licht- und Musikshow wurde das erste Roll-In gefeiert. Nachdem weiße Seidentücher gefallen waren, tauchte die neue Königin der Lüfte auf. Von einer Fluggastbrücke taufte Maly die neue Nürnberg mit Schampus. Danach enterten die 2000 Gäste den Flieger. Das erste Mal offiziell in die Luft gehen wird die Nürnberg am 10. Februar – in Richtung Delhi/Indien.

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