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Starts und Landungen wie am Fließband: Auch 2017 wuchs das Verkehrsaufkommen am Münchner Flughafen stark. 

Sattes Plus

Trotz Pleite von Air Berlin: Münchner Flughafen stellt neuen Rekord auf

Wieder ein neuer Rekord für den Flughafen München: Die Erfolgsgeschichte des Airports wurde auch im Jahr 2017 fortgeschrieben. 

Flughafen - Der Münchner Flughafen hat 2017 im achten Jahr hintereinander einen Passagierrekord aufgestellt. Die Flughafengesellschaft FMG zählte 44,6 Millionen Passagiere, 2,3 Millionen beziehungsweise 5,5 Prozent mehr als 2016. Auch Tower und Fluglotsen hatten deutlich mehr zu tun: Die Zahl der Starts und Landungen stieg auf 405.000 - ein Plus von gut 10.000 Flugbewegungen. Das teilte die FMG am Montag mit. 

Eine Ära ging zu Ende

Ohne die Air Berlin-Pleite wäre demnach das Plus noch größer ausgefallen. Am 27. Oktober startete die letzte Maschine von Air Berlin vom Erdinger Moos in Richtung Bundeshauptstadt. Air Berlin hatte in den vergangenen 30 Jahren über 320.000 Flüge von und nach München durchgeführt und dabei mehr als 40 Millionen Passagiere befördert.

Bilder vom letzten Start: So nahm Air Berlin in München Abschied

Flughafenchef Michael Kerkloh wertete die Zahlen als Beleg für die „enorme Bedeutung“ des Airports im europäischen Luftverkehr. Der Flughafen wächst seit seiner Eröffnung im Jahr 1992 nahezu kontinuierlich. Allerdings lag er im vergangenen Jahr immer noch unter dem Höchstwert des Jahres 2008, als 432.000 Maschinen im Erdinger Moos gestartet und gelandet waren.

OB Reiter: Prognose nicht ganz eingetroffen

Oberbürgermeister Dieter Reiter freut sich übe die Entwicklung: „Für die Gesellschaft sind die durchwegs positiven Zahlen eine gute Nachricht. Auch die Zahl der Starts- und Landungen hat sich weiter nach oben entwickelt, wenn auch nicht in dem Maße, wie von der FMG prognostiziert.“ Er wolle in den nächsten Monaten mit den beiden anderen Gesellschaftern das weitere Vorgehen besprechen, „auch auf Basis der dann vorliegenden seriösen Prognose für 2018 und darüber hinaus“, ergänzte Reiter.

Ewige Debatte um dritte Startbahn

Die Gegner eines Flughafenausbaus argumentieren deswegen, eine dritte Startbahn sei nicht notwendig. Die Befürworter warnen dagegen, dass München wegen des rasanten Wachstums im internationalen Flugverkehr den Anschluss nicht verlieren dürfe. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte sich nach jahrelangem Zögern 2017 für den Bau der dritten Startbahn ausgesprochen, will das aber nicht gegen den Willen der Stadt München durchdrücken, die neben Bund und Land Bayern dritter Gesellschafter des Flughafens ist. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur drängte er auf eine schnelle Entscheidung über die Startbahn-Frage

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dpa

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