+
Auf Island zwischenlanden musste eine Lufthansa-Maschine am Mittwoch - wegen einer randalierenden Passagierin.

Polizei nimmt „renitente Dame“ fest

Frau randaliert auf Flug nach München: Notlandung auf Island 

  • schließen

Das wird teuer: Eine Passagierin hat auf einem Lufthansa-Flug von Los Angeles nach München randaliert. Der Pilot sah nur noch eine Möglichkeit: die Notlandung auf Island.

München - An so einen Fall kann sich Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger nicht erinnern: „Es ist äußerst selten, dass wir Passagiere ausladen. Meistens gelingt es den Flugbegleitern, sie zu beruhigen.“ Eine „renitente Dame“, so Rittberger, war auf dem Flug von Los Angeles nach München (LH 453) am vergangenen Mittwoch nicht mehr zu beruhigen. Im Gegenteil: Sie randalierte so ausdauernd, dass sich der Kapitän entschied, die Frau aus dem Flugzeug zu werfen.

Nach zwei Dritteln des Zwölf-Stunden-Flugs hörten die 260 Passagiere die Durchsage: Notlandung auf Island. Am Flughafen Keflavík wartete schon die Polizei. Die Frau war wohl sehr betrunken und störte den Bordbetrieb massiv: Das schreibt der Mann einer anderen Passagierin unserer Redaktion. Die Polizei sei ins Flugzeug gekommen und habe sie dort festgenommen.     

Die Sicherheit des Flugs war nicht mehr gewährleistet

Ob sie betrunken war oder unter Drogen stand, kann Lufthansa-Sprecherin Rittberger nicht sagen. Fest steht, dass die Frau die ganze Maschine durcheinander gebracht haben muss. „Die Sicherheit des Flugs und der anderen Fluggäste muss gewährleistet sein. Ist das nicht der Fall, entscheidet sich der Kapitän zur Zwischenlandung.“ 

Und die muss die Randaliererin nun bezahlen. Eine teure Angelegenheit. Die genaue Summe hängt von den Start- und Landegebühren auf Island ab. Ein vergleichbarer Fall auf dem Münchner Airport würde eine Fluggesellschaft zirka 8000 Euro kosten. Die Gebühren orientieren sich laut Flughafen-Sprecher Florian Steuer am Gewicht, der Passagierzahl und den Lärm- und Abgaswerten der Flugzeuge.

Zu Zwischenfällen in Flugzeugen kommt es immer wieder mal: Am Osloer Flughafen nahm die Polizei im August 2015 eine ganze Crew fest. Das Personal war betrunken. 

gma

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Betrunkener fliegt aus Flieger
Wer betrunken und aggressiv von einem Flug ausgeschlossen wird, hat keinen Anspruch auf Schadensersatz. Das gilt auch für den Partner, wenn er mit aussteigt. Dieses …
Betrunkener fliegt aus Flieger
Ebersbergerin haut nach Parkrempler ab
Einer aufmerksamen 32-Jährigen ist es zu verdanken, dass eine Unfallflucht am Sonntag rasch aufgeklärt werden konnte.
Ebersbergerin haut nach Parkrempler ab
Reihenweise Telefonsünder am Steuer
Die Flughafenpolizei hat ein Auge  auf Telefonierer am Steuer. Das Gesetz scheint für viele nicht zu gelten
Reihenweise Telefonsünder am Steuer

Kommentare