Der Flughafen München.

Wieder Passagierrekord

Flughafen: Neue Millionen-Marke geknackt

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München – Der Flughafen München meldet einen neuerlichen Passagierrekord. Erstmals wurde die 40-Millionen-Marke übertroffen.

2015 starteten und landeten 40,98 Millionen Passagiere, berichtet die Flughafen-GmbH (FMG) in einer Jahresbilanz. Das sind 1,2 Millionen Fluggäste mehr als 2014, ein Plus von über drei Prozent. Ein Grund für den Zuwachs ist eine starke Nachfrage auf den Langstreckenverbindungen nach Asien (3,1 Millionen) und Amerika (3 Millionen). Der größte Anteil entfällt freilich auf den Europaverkehr (24,8 Millionen).

Noch wichtiger ist für Flughafen-Chef Michael Kerkloh, dass es nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen auch mit den Starts und Landungen aufwärts geht: Der Flughafen zählte exakt 379 911 Flüge – 0,9 Prozent mehr als 2014. Ähnliche Zahlen hatte kürzlich die Deutsche Flugsicherung (DFS) präsentiert – sie kam auf 0,8 Prozent Plus. Der Unterschied zu den 0,9 Prozent der FMG erklärt sich dadurch, dass die DFS Kleinflugzeuge nicht mitzählt.

Für Flughafen-Chef Michael Kerkloh sind die Zahlen ein Beleg für die Notwendigkeit der dritten Startbahn, zumal es 2016 einen „deutlichen Wachstumssprung“ von vier Prozent geben werde. Vier Prozent entspricht rund 15 000 Flügen mehr – dann wäre der Flughafen bei 395 000 Starts und Landungen, was allerdings noch weit hinter alten Rekordwerten liegt. Zum Vergleich: In den Spitzenjahren 2007 und 2008 meisterte der Flughafen 432 000 Starts und Landungen auf zwei Bahnen.

Die Notwendigkeit einer dritten Startbahn wird von der Mehrheit der Bayern bestritten, wie der BR-Bayerntrend zeigt. Mit 47 Prozent lehnt nahezu die Hälfte aller Wahlberechtigten die Ausbaupläne ab, nur 36 Prozent sind dafür. „Wir haben bayernweit Rückenwind“, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Christian Magerl. Die CSU solle die Startbahn „endlich beerdigen“.    

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