Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

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Mit modernster Technologie können Flughafen-Fans ab sofort im Informationszentrum im Besucherpark die Airport-Welt erkunden. An fünf Gates sind viele Informationen abrufbar – digital und interaktiv. Die Ausstellung wurde maßgeblich von Martin Scherer (Bild oben, 3. v. l.) entworfen.

Runderneuerter Besucherpark

Virtuelle Reise durch den Kosmos Flughafen

Nach zweijähriger Umbauzeit ist die Runderneuerung des Besucherparks abgeschlossen. Im Informationszentrum können Interessierte die Flughafenwelt digital und interaktiv erkunden. Auch der Weltenspielplatz ist fertig. Karfreitag fällt der Startschuss. Wir waren schon drin.

Wer das neu gestaltete Informationszentrum des Flughafens im Besucherpark betritt, wird von 350 Menschen angelächel – FMG-Mitarbeitern, Piloten, Feuerwehrleuten und anderen Besuchern. Die große Selfie-Bildergalerie haben sich Martin Scherer und Rolf Klingenschmidt von der FMG-Abteilung Public Affairs beim Museum Erding abgeschaut. „Im Zentrum stehen die Menschen am Flughafen“, berichtet Scherer, Vater der runderneuerten Ausstellung. Kleiner Gag: In den nächsten Tagen wird noch eine Fotobox aufgestellt. „Dann kann jeder Besucher Teil dieser Ausstellung werden und auf einem der sechs Bildschirme erscheinen“, verspricht Scherer.

„Wir wollten kein Museum. Deswegen haben uns mit Texten zurückgehalten. Der Besucher soll die Vielfalt der Flughafenwelt vor allem optisch kennen lernen.“

Monatelang hat seine Abteilung getüftelt. „Wir haben alles selbst entworfen und technisch umgesetzt“, sagt Scherer. Wir, das sind Klingenschmidts Abteilung und die FMG-eigene IT. Herausgekommen sind zahlreiche interaktive Programme.

Wie an den benachbarten Terminals gibt es auch im Infozentrums Gates. Fünf sind es, die wie große Torbögen die Halle aus den 90er Jahren strukturieren. Los geht’s mit einer kurzen Chronik des Moos-Airports sowie den großen Wegmarken wie Eröffnung des Terminals 2 oder des Satelliten. Die FMG stellt sich nicht nur als Konzern vor, sondern wartet mit Zahlen und Fakten auf – das alles auf einem großformatigen Touchscreen. In Nischen kann der Besucher einzelne Mitarbeiter anklicken, die sich und ihren Job in wenigen Sekunden vorstellen.

Am zweiten Gate wartet eines der „Herzstücke der neuen Schau“, so Klingenschmidt. Der Besucher steht vor einem zehn Quadratmeter großen Modell des Flughafens – einschließlich Terminals, Zufahrten und bereits drei Startbahnen. Drumherum sind vier Bildschirme angeordnet, auf denen man alle Gebäude, Bestandteile der Infrastruktur, wiederum aber auch Airport-Beschäftigte anklicken kann. Ein großer Beamer färbt dann den angewählten Bereich ein.

Die weiteren beiden Herzstücke befinden sich ein Gate weiter. Es handelt sich um eine große Weltkugel, auf der der Flughafen München ganz selbstbewusst den Mittelpunkt bildet. Scherer erklärt: „Hier kann jeder sehen, welche Ziele von München aus erreichbar sind. Wer auf eine Stadt tippt, bekommt nähere Infos.“ Europa lässt sich heranzoomen. Daneben kommen Flugzeugfans auf ihre Kosten. Die im Erdinger Moos startenden und landenden Flieger lassen sich anklicken – „so erfährt man Wissenswertes über die Boeings und Airbusse, die bei uns starten und landen“, erklärt Scherer. Nettes Detail: Über den Besuchern schweben Miniaturflieger – teils gefertigt vom Modellbauclub Erding.

Der nächste Bereich ist der Flughafeninfrastruktur gewidmet. Ein Film zeigt aus mehreren Perspektiven, wie ein Koffer vom Terminal bis in den Flieger gelangt. „Das ist ein Thema, das viele Besucher brennend interessiert“, versichert Scherer.

Direkt daneben geht es um die Sicherheit. Ein Modell mach anschaulich, wie die Durchleuchtung des Gepäcks funktioniert. In Kürze folgt die Installation einer Sonde, in der laut Scherer jeder selbst auf die Suche nach Metallenem an sich gehen kann.

Die Rückwand der Ausstellung ist dem Ausbau gewidmet – der dritten Startbahn.

Der Kinosaal ist zwar erhalten geblieben, er wird künftig aber nur noch für Vorträge und als Treffpunkt für Rundfahrten genutzt.

Fertig ist mittlerweile auch der Weltenspielplatz. Die Kontinente Europa und Asien sind dazugekommen – in Form eines Mini-Flughafens mit Towerrutsche, begehbarem Flieger und Runway-Seilrutsche beziehugnsweise mit Teehäusern und Kamel-Herde. Am Ostermontag ist von 11 bis 17 Uhr jede Menge geboten: Spiele, Basteln und Sonderrundfahrten.

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