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Merkur-Autor Dirk Walter.

Ist die Entwicklung des Airports abgeschlossen?

Satelliten-Terminal am Flughafen eröffnet: Und jetzt?

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München - Der Flughafen München hat das Satellitengebäude im Zeit- und Budgetplan errichten lassen. Doch wie geht es nun mit der dritten Startbahn weiter? Ein Kommentar. 

Das müssen auch Flughafen-Skeptiker anerkennen: Der Bau des Satellitengebäudeswar eine logistische Meisterleistung: der Zeitplan eingehalten, der Kostenrahmen auch – nicht zu Unrecht war am Freitag mehrmals der Slogan „so geht Flughafen“ zu hören. Der Flughafen ist ein Vorzeigeunternehmen, das weltweit in der ersten Liga spielt. Und nun, da der Satellit gebaut ist, stellt sich die Frage: War’s das jetzt? Ist damit die Entwicklung des Flughafens für lange Zeit abgeschlossen?

Tja, das ist seit langem die spannende Frage, mit der sich im Moment vor allem die CSU herumquält. Denn der Ministerpräsident ist gegen die Flugpiste, die Mehrheit der CSU-Landtagsfraktion dafür. Per Kampfabstimmung wird man diese Gefechtslage kaum lösen wollen. Möglich wäre aber eine Erklärung, nach der die dritte Startbahn als Option erhalten bleibt, sie aber in den nächsten Jahren nicht kommen wird.

Der Freistaat müsste so das in einem langwierigen Rechtsstreit erkämpfte Baurecht (gilt bis 2025) nicht wieder hergeben. Und alle Befürworter könnte man mit der Erklärung beruhigen, dass das Thema erst akut wird, wenn die Zahl der Starts und Landungen wieder die alte Höhe erreicht (im Moment sind es 50.000 weniger). Erst dann würde sich wohl auch die Stadt München bewegen. Nur einen Haken hat diese Option: Für die Anlieger ist sie unbefriedigend. Sie müssten weiter in Ungewissheit leben.

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