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Unter anderem mit diesem gefälschten dänischen Pass gingen die Schleuser zu Werke.

Kopf der Bande nun verurteilt

Schleuserbande am Flughafen gesprengt: Das dreckige Geschäft der Menschenhändler

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Die Bundespolizei am Münchner Flughafen und die Staatsanwaltschaft Landshut haben einen Schleuserring gesprengt. Der Kopf der Bande wurde in Griechenland zu 25 Jahren Haft verurteilt, seine Komplizin von der Münchner Justiz zu annähernd drei Jahren.

Flughafen - Mitunter brauchen Ermittler einen langen Atem. Und den bewiesen die Bundespolizei am Flughafen und die Landshuter Staatsanwaltschaft, nachdem Flugzeugreiniger im Oktober 2013 in einer Urlaubsmaschine von der griechischen Insel Rhodos zwei dänische Pässe gefunden hatten. Beide stellten sich als Fälschungen heraus. Die Fahnder nahmen die Spur auf. Nun, ziemlich genau vier Jahre später, sehen sie sich am Ziel. Der Fall zeigt, wie skrupellos Menschenhändler agieren.

Die Spur führte nach Griechenland

„Die Pässe führten uns zu einer aus Griechenland heraus operierenden Schleuserbande“, berichtet Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier. Ins Visier gerieten alsbald eine 42 Jahre alte Polin und ein Iraner (27), der sich als Kopf der etwa zehnköpfigen Gang entpuppen sollte.

Laut Köglmeier besorgten das dreckige Geschäft zehn Polen. „Sie hatten sich mit ihren Reisedokumenten Bordkarten für Urlaubsflüge von den griechischen Inseln zu Flughäfen in ganz Deutschland beschafft.“ Dabei hätten sie ihre eigenen Kinder in die kriminellen Machenschaften hineingezogen. „Sogar die Pässe des Nachwuchses wurden für Fake-Buchungen verwendet“, schildert Köglmeier.

Danach machte es die europäische Gesetzgebung den Menschenhändlern leicht: „Von den griechischen Airports ging es unter Ausnutzung der polizeilich grundsätzlich nicht kontrollierten Schengen-Verbindungen nach Deutschland.“

4500 für jeden eingeschleusten Mensch

Für die Chefs der Schleuser war es nach Angaben der Bundespolizei ein höchst lukratives Geschäft: 4500 Euro knöpften sie jedem ab, den sie in die Bundesrepublik brachten. Die Polen hingegen sollen jeweils gerade einmal zwischen 50 und 200 Euro bekommen haben.

Im Sommer 2015 waren die Ermittlungen so weit gediehen, dass die Staatsanwaltschaft in Landshut die Polin mit einem internationalen Haftbefehl suchte. Die Jagd nach der 42-Jährigen war eröffnet. Im Dezember vor zwei Jahren hätten um ein Haar die Handschellen geklickt. Die Frau wurde in Griechenland festgenommen, trotz Auslieferungsgesuch der bayerischen Justiz aber nach nur vier Wochen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Es sollten weitere elf Monate ins Land ziehen, dann schnappte die Falle endgültig zu. Köglmeier berichtet, dass albanische Kollegen die 42-Jährige an der griechisch-albanischen Grenze festsetzten und im April dieses Jahres nach Deutschland auslieferten.

In München wurde der Frau nun der Prozess gemacht. Für das gewerbsmäßige Einschleusens in mindestens sechs Fällen muss sie für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Dem Iraner als Boss wurde in Griechenland der Prozess gemacht. Er brummt die nächsten 25 Jahre in einer Haftanstalt, berichtet der Polizeisprecher.

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