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Polizeilich flankiert wurden Demonstrationen gegen die Abschiebung abgelehnter Flüchtlinge am Münchner Flughafen. Insgesamt wurde die Flughafenpolizei im vorigen Jahr knapp 8000 Mal alarmiert.

Sicherheitsbericht 2017 

Fast 500 Diebstähle

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Polizei legt Kriminalstatistik vor - 1572 Strafanzeigen

Flughafen– Exakt 7934 Mal ist die Polizeiinspektion Flughafen im vergangenen Jahr zu Einsätzen gerufen worden, etwas häufiger als 2016. Daraus erwuchsen 1572 Strafanzeigen, fast genau so viele wie ein Jahr davor – und das trotz beträchtlich gestiegener Passagierzahlen. Die Aufklärrungsquote konnte von 64,8 auf 66,3 Prozent gesteigert werden. Diese Zahlen nannte Polizeisprecher Harald Lindacher bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts für den Flughafen und seine nähere Umgebung wie Schwaig. „Von schweren Gewaltdelikten blieben Reisende, Beschäftigte und Besucher des Airports verschont“, versicherte Lindacher.

Knapp ein Drittel aller Straftaten (478) waren Diebstähle. Die Zahlen liegen auf dem Niveau des Vorjahres (472), wobei es sich überwiegend um „einfache Diebstähle“ handelte. Hier gilt laut Lindacher: „Gelegenheit macht Diebe“.

Ein Schlag gegen eine Bande von Trickdieben gelang der Polizeiinspektion Flughafen im Juni 2017. Nachdem in kurzer Folge zwei Anzeigen wegen Gepäckdiebstahls mit hohem Schaden in den Vorfahrtszonen der Terminals erstattet wurden, legten sich die Zivilfahnder der Flughafenpolizei auf die Lauer. Bei ihrer dritten Tat konnten die extra aus England angereisten Männer festgenommen werden. Ihre Masche war jeweils die gleiche: Reisende wurden beim Einladen ihres Gepäcks abgelenkt und bestohlen. Bei den drei Taten entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro.

388 (398) Menschen meldeten sich bei den Beamten, weil sie Opfer von Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung geworden waren.

Dass sich Passagiere, Beschäftigte und Besucher am und um den Flughafen nicht immer „grün“ sind, belegen nach den Worten des Pressesprechers 57 (53) Anzeigen wegen Körperverletzung sowie 48 (56) Beleidigungen. 66 (45) Fälle von Sachbeschädigungen wurden angezeigt.

Auch auf einige besondere Einsatzlagen im vergangenen Jahr ging Lindacher ein. Vor allem erwähnte er die immer im Februar stattfindende Sicherheitskonferenz, zu der zahlreiche hochrangige (Staats-)Gäste ins Erdinger Moos kommen, die sicher in die Münchner Innenstadt eskortiert werden müssen.

Im September war der israelische Staatspräsident Benjamin Netanjahu zu Gast. Dabei galt die höchste Sicherheitsstufe.

Auch die Jubiläumsfeierlichkeiten 25 Flughafen München im Erdinger Moos wurden von der Polizei geschützt. 30 Veranstaltungen sowie täglich bis zu 10 000 Besucher galt es abzusichern. „Dabei halfen auch umliegende Dienststellen“, so Lindacher.

Umgekehrt rückten auch die Airport-Beamten in die Umgebung aus: „Wir unterstützten darüber hinaus in rund 500 Fällen die Dienststellen im Flughafenumland bei deren Einsätzen, Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen und leisten seit November 2017 einen Beitrag zur Sicherheit in und um das bayerische Transitzentrum in Manching“, bilanziert der Sprecher. 

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