Am Flughafen

Zum 14. Mal: Syrerin mit gefälschtem Pass geschnappt

Flughafen - Bundespolizisten haben am Dienstagmorgen eine syrische Staatsangehörige gestoppt, die mit gefälschten Dokumenten unterwegs war. Es war bereits ihr 14. Versuch. 

Die 28-Jährige fiel den Beamten im Satellitenterminal auf, als sie aus Thessaloniki am Münchner Airport ankam. Die Frau hatte laut eigener Aussage zuvor bereits dreizehn erfolglose Versuche unternommen, nach Schweden zu kommen. Jedes Mal sei das Vorhaben schon beim Versuch gescheitert. Das Geld, das sie an Schleuser bezahlt habe, sei verloren gewesen. Auch dieses Mal sei sie auf dem Weg nach Schweden gewesen, wo sich ihr Ehemann aufhalte.

Die Syrerin wies sich den Bundespolizisten gegenüber mit einer komplett gefälschten griechischen Identitätskarte aus. Also nahmen die Beamten sie mit zur Wache. Dort gab sie sofort zu, dass der Ausweis gefälscht ist. Außerdem fanden die Polizisten noch den echten syrischen Reisepass der jungen Frau. 

Bei der Durchsicht stellten sie fest, dass irgendetwas unsachgemäß aus dem Dokument entfernt worden sein musste. Darauf angesprochen, erklärte die Syrerin, dass an der gezeigten Stelle im Pass von einem Schleuser ein gefälschtes Visum eingeklebt worden war. Dieses sei dann von griechischen Polizisten bei einem der früheren Reiseversuche aus dem Pass entfernt worden. 

Überhaupt sei das jetzt seit ihrer Ankunft in Griechenland am 23. Oktober dieses Jahres der 14. Versuch, nach Schweden zu kommen. Deshalb habe sie auch gleich nach ihrer Ankunft in der hellenischen Hauptstadt immer wieder Kontakt zu Schleusern gesucht. Bis dato habe sie etwa 5.500 Euro an Schleuserlohn in die erfolglosen Versuche gesteckt. Ganze elf Mal sei ihre Ausreise am Athener Flughafen mit den verschiedensten gefälschten Dokumenten gescheitert, bevor der letzte Schleuser sie nach Thessaloniki gebracht habe. Aber auch dort seien zwei Versuche bereits am Flughafen gescheitert. Einen legalen Versuch, in das skandinavische Land zu kommen, habe sie nie unternommen. Aber nur dort wolle sie hin.

Jetzt musste sich die junge Frau aber erst einmal einer Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts und Urkundenfälschung stellen, bevor die Bundespolizisten sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Erstaufnahmeeinrichtung in München weiterschickten.

mas

Rubriklistenbild: © BPOLI Rosenheim

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