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Macht den Abflug: die Fluggesellschaft Transavia

Abschied von München eher als geplant

Transavia: Billigflieger dünnt Flugplan schon früher aus

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Es ist ein Abschied auf Raten: Der niederländische Billligflieger Transavia hatte erst Mitte Februar angekündigt, seine 2016 aufgebaute Basis am Flughafen München Ende Oktober dieses Jahres wieder zu schließen. Nun wird bekannt, dass der Rückzug noch früher eingeleitet wird.

München – Die Fluglinie dünnt schon mit Beginn des Sommerflugplans (26. März) den Flugplan aus. Eines von vier fest stationierten Flugzeugen werde abgezogen, bestätigte ein Sprecher des Flughafens München. Außerdem würden einige Flugziele gestrichen, so etwa Kopenhagen, Porto und Stockholm. Insgesamt 20 Starts pro Woche würden wegfallen.

Transavia hatte seinen Rückzug Mitte Februar bekannt gegeben. „Aufgrund der sorgfältig ausgewerteten Profitabilitätsaussichten“ sei „eine Basis in München nicht länger Teil dieser Strategie“, sagte Transavia-Chef Mattjis ten Brink damals. Nur Flüge ab München Richtung Niederlande werde es weiter geben. Transavia war erst im März 2016 in München gestartet, damals begleitet von großen Versprechungen und Ankündigungen von Schnäppchenpreisen. Doch schon im Herbst gab es Hinweise, dass die Gewinnerwartung der Fluglinie wohl überzogen war. Hinzu kam kurz darauf die Ankündigung des Konkurrenten und Lufthansa-Ablegers Eurowings, in München ebenfalls vier Flugzeuge zu stationieren und Fluggäste mit Billigtickets zu ködern. Eurowings startet mit Beginn des Sommerflugplans mit zunächst 30 Zielen.

Der Flughafen-Sprecher bestritt am Donnerstag, dass der noch frühere Rückzug von Transavia nennenswerte Auswirkungen auf die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen haben werde. „Die Wachstumserwartung für das laufende Jahr ist nicht beeinträchtigt.“

Im laufenden Jahr will der Flughafen um vier Prozent bei den Starts und Landungen zulegen, aktuell sind es nach den Zahlen der Deutschen Flugsicherung von gestern 4,9 Prozent. 

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Kommentare

Hanns MartinAntwort
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Nicht zu vergessen die totale Realitätsverweigerung.
Ich bin gespannt, wie die Startbahngegner auf die Ankündigung der Lufthansa reagieren werden, die angekündigt hat, in München kräftig wachsen zu wollen.

Ist doch alles nur gekauft oder? Aus der geheimen Privatschatulle der Herrn Kerkloh.

FluginfoAntwort
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Wenn mehr Bedarf dann von Memmingen und Nürnberg.
Ausgesprochen dumm läuft es für Dr. Magerl, weil in 2017 alle drei Airport kräftig wachsen.
In Bayern gibt es noch viel Nachholbedarf!

Hanns MartinAntwort
(0)(0)

Wenn das so weiter geht, wird der Abzug von Transavia nicht einmal eine Delle bei den Bewegungen hinterlassen.
2018 könnten dann bereits deutlich über 420.000 Bewegungen in der Statistik stehen.

Für MdL Magerl und die Startbahngegnern mit ihren alternativen Fakten wird die Luft dünner.