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Christian Ude wirft den Grünen fundamentalistische Opposition vor

Ude hält Grünen "Züge eines Religionskriegs" vor

München - Der Oppositionsstreit um die dritte Startbahn hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Christian Ude wirft den Grünen eine fundamentalistische Oppostition vor. Udes Kritik beinhaltet ungewöhnlich drastische Aussagen. 

Der Oppositionstreit um die geplante dritte Startbahn des Münchner Flughafens wird immer schärfer: Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wirft den Grünen fundamentalistische Opposition gegen Verkehrsprojekte mit “Zügen eines Religionskriegs“ vor. “Es scheint ein Hobby der grünen Partei zu sein, Verkehrsprojekte fundamentalistisch abzulehnen, so dass am Ende kein Spielraum mehr für Kompromisslösungen ist“, sagte Ude am Mittwochabend in München.

Anlass von Udes Kritik war das Scheitern der Berliner Koalitionsverhandlungen, bei denen sich SPD und Grüne um den Ausbau der Autobahn A 100 gestritten hatten. Das Nein der Grünen zu Stuttgart 21 und anderen großen Verkehrsprojekten trage “Züge eines Religionskriegs“, sagte Ude. “Das kann Politikfähigkeit kosten.“ Der Münchner OB bezog seine Kritik aber auch auf das Nein der Grünen zur dritten Startbahn.

Er forderte die Grünen zu einem Kurswechsel auf: “Ich glaube, die Grünen sind gut beraten - egal ob es um die Bahn geht, eine Autobahn, eine S-Bahn oder einen Flughafen und seine Erweiterung - das Nein zu so einem Verkehrsprojekt nicht zu einem Glaubensthema zu machen.“

Die Grünen hätten verdientermaßen nach der Atomwende der schwarz-gelben Koalition Auftrieb gehabt. “Aber Auftrieb kann auch Übermut bedeuten.“ Ude verlangte von den Grünen, “ihre Rolle ein wenig selbstkritischer zu reflektieren.“ Ude betonte gleichzeitig, dass er Koalitionen mit den Grünen nicht nur aus pragmatischen Gründen für sinnvoll hält: “Für mich ist rot-grün nicht nur eine von vielen Zahlen- und Farbenkombinationen, sondern ein Zukunftsprojekt gerade für die Städte.“

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