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Überglücklich im Kreis der Urenkel: Die Jubilarin Maria Westermeyr feierte ihren 100. Geburtstag. 

Das Tagblatt gratuliert 

100. Geburtstag: Maria Westermeyr hat ein arbeitsreiches Leben hinter sich

Es müssen schon besondere Gene sein, die Maria Westermeyr so alt werden haben lassen. Die einst in Tünzhausen geborene Mutter, Oma und Uroma feierte am Mittwoch ihren 100. Geburtstag – bei guter Gesundheit und im Kreise ihrer geliebten Familie. Die scheint gesegnet zu sein, denn auch die Mutter der Jubilarin wurde über hundert Jahre alt.

Kranzberg/Freising– Maria Westermeyr strahlte über das ganze Gesicht, als ihre beiden Urenkel Magdalena (6) und Cornelius (4) ihr die Blumen überreichten. Insgesamt sieben Urenkel, drei Enkel und Tochter Maria mit Anhang zählten am großen Jubeltag der ehemaligen Magd und Gemüsebäuerin zu den Gratulanten. Gut 50 Festgäste fanden sich zu der großen Geburtstagsfeier im Gasthaus Lerner in Vötting ein.

Auch der Kranzberger Bürgermeister Hermann Hammerl machte der Jubilarin seine Aufwartung. Er brachte die Glückwünsche der Gemeinde, des Landkreises sowie eine von Ministerpräsident Horst Seehofer unterzeichnete Urkunde mit. Nebst der diesem Anlass angemessenen Ehren-Medaille „Patrona Bavariae“.

Die Aufregung ob so viel Aufhebens um ihren Geburtstag war der Jubilarin anzumerken. Aber sie strahlte auch eine gewisse Gelassenheit im Kreise ihrer Verwandten aus. Gelassenheit, die nicht von ungefähr kommt: Denn Maria Westermeyr hat im Laufe der vergangenen hundert Jahre viel erlebt und durchgemacht. Sie blickt auf ein arbeitsreiches, aber auch auf ein erfülltes Leben zurück.

Geboren wurde die Jubilarin in Tünzhausen, wo sie zusammen mit zwei Schwestern auf dem Bichlmeier-Anwesen aufwuchs. Nach dem Besuch der Volksschule in Schönbichl arbeitete die junge Frau als Magd auf verschiedenen Bauernhöfen im Umkreis. Im Zuge dessen lernte sie auch ihren späteren Ehemann Bartholomäus Westermeyr aus Thalhausen kennen. Das Paar heiratete 1947. Thalhausen sollte fortan der Lebensmittelpunkt für Maria Westermeyr und ihre Familie sein. Tochter Maria, heute 69 Jahre alt, komplettierte das Glück. Ohne Arbeit konnte die Jubilarin aber auch danach nicht sein. So war sie etwa im Forst und später, bis zu ihrer Rente vor knapp 40 Jahren, im Gemüsebau an der TU in Weihenstephan tätig. Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1999 blieb Maria Westermeyr in Thalhausen wohnen. Erst vor sechs Jahren zog nach Giesenbach zu ihrer Tochter um.

Lange war die Jubilarin gut zu Fuß. Den sonntäglichen Kirchgang ließ sie lange nicht aus. Erst seitdem sie auf einen Rollator angewiesen ist, verzichtet sie lieber darauf. „Sie schaut sich den Gottesdienst im Fernsehen an“, wie Tochter Maria am Mittagstisch verriet. Zum Freizeitprogramm der Jubilarin gehörten lange Zeit auch ausgiebige Busreisen. Ein Faible, auf das sie ebenfalls seit geraumer Zeit verzichten muss. Um so mehr Freude bereitet es Maria Westermeyr, wenn ihre Urenkel zu Besuch kommen, wenn sie mit ihnen etwa Karten spielen oder Bilderbücher ansehen konnte.

Vielen Menschen ist es nicht vergönnt, ein so hohes Alter wie Maria Westermeyr zu erreichen. Ein Aspekt, auf den auch der Kranzberger Pfarrer Anton Erber bei einem Besuch der Jubilarin abzielte. In der Zeit, in der er nun Pfarrer sei, fielen ihm nur drei ein, erklärte der Geistliche – und alle drei würden aus Thalhausen stammen. Darunter auch Anna Wimbauer, die Mutter der Jubilarin, wie er feststellte. Auf die guten Gene, die in der Familie offenbar vorhanden sind, angesprochen, meinte Tochter Maria: „Schau’n wir mal.“

Alexander Fischer

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