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Experten im Bereich Gastroenterologie: Prof. Dr. Hans J. Schlitt (Regensburg), Prof. Dr. Ewert Schulte-Frohlinde (Klinikum Freising), Prof. Dr. Christian Prinz (Wuppertal) und Prof. Dr. Wolfgang Huber (München, v. l.).

100 Mediziner bei „Freisinger Kolloquium“ 

Neue Therapien und moderne Diagnostik

Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es bei schweren Entzündungen der Bauchspeicheldrüse? Was kann hochspezialisierte Chirurgie bei Lebermetastasen leisten? Mit solchen und anderen Fragen rund um Erkrankungen des Bauchraums haben sich beim „Freisinger Kolloquium“ rund 100 Mediziner beschäftigt.

Freising – Auf Einladung von Professor Dr. Ewert Schulte-Frohlinde, Chefarzt für Gastroenterologie am Klinikum Freising, waren fünf national und international renommierte Referenten nach Freising gekommen. „Das Freisinger Kolloquium zur Gastroenterologie hat sich zu einer festen Größe in der Fachwelt entwickelt. Dass wir heuer rund 100 Teilnehmer, bestehend aus niedergelassenen Ärzten sowie Krankenhausärzten aus der Region, begrüßen durften, kommt unseren Patienten zugute. Sie profitieren vom fachlichen Wissensaustausch“, erklärte Dr. Schulte-Frohlinde. Er referierte über die neu erstellten Grundregeln und Prinzipien bei Diagnostik und Therapie gastroenterologischer Erkrankungen. Professor Dr. Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Universitätsklinikum Regensburg, zeigte dabei die Möglichkeiten einer hochspezialisierten Chirurgie bei Tumorerkrankungen mit Lebermetastasen auf.

Dr. Julia Mayerle (Klinikum Großhadern) berichtete über seltene Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Sie machte klar: Nicht immer sind Gallensteine oder Alkohol der Auslöser. Über die Antibiotika-Behandlung von Beschwerden im Bauchraum sprach Professor Dr. Bernd Salzberger, Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg. Professor Dr. Wolfgang Huber, Leiter der Intensivstation am Klinikum rechts der Isar, stellte die Therapiemöglichkeiten bei schwerer Bauchspeicheldrüsenentzündung dar. Er plädierte für eine spezialisierte Intensivmedizin.

Dr. Christian Prinz, Direktor der Medizinischen Klinik am Helios-Klinikum Wuppertal, beleuchtete die Vor- und Nachteile einer sogenannten Protonenpumpeninhibitor-Therapie. Diese Behandlung mit starken Hemmern dürfe aufgrund potentieller Nebenwirkungen nicht unkritisch über längere Zeit verordnet werden.

Im Anschluss an die Fachvorträge nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.  ft

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