Gemeinde Kranzberg investiert

100 000 Euro für die digitale Schule

Kranzberg- Die Digitalisierung der Grundschule: Das ist das Ziel des Kranzberger Gemeinderats. Bei der Sitzung am Dienstag kam man diesem Anspruch einen Schritt näher - mit interaktiven Schultafeln und weiteren Verbesserungen für 100 000 Euro.

Sie sei „restlos überzeugt“ von den interaktiven Schultafeln, berichtete die Rektorin der Grundschule, Heike Hartmann, am Dienstag bei der Sitzung des Gemeinderats. Johann Halbinger (CSU) bekräftigte: „Auch die Kinder gehen begeistert damit um.“ Nach einer Testphase will das Gremium dieses Jahr acht digitale Tafeln für die Schule anschaffen. Der Stückpreis: 7000 Euro – „unverhandelt“, betonte Bürgermeister Hermann Hammerl. Für den Haushalt 2016 stellte der Gemeinderat am Montag 100 000 Euro ein – diese Summe beinhaltet jedoch nicht nur die Whiteboards für jedes Klassenzimmer, sondern auch Planung, Verkabelung, Netzwerkserver, Lehrerarbeitsplätze und Ausstattung. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder“, appellierte Anton Westermeier (KGL).

„Da sollten wir nicht über ein paar tausend Euro diskutieren.“ Obwohl die Staatsregierung das digitale Klassenzimmer forciert, gibt es keine Zuschüsse dafür. Durch eine Bündelausschreibung mit der Grund- und Mittelschule Reichertshausen sowie eventuell der Grundschule Hohenkammer sieht sich die Gemeinde jedoch in einer guten Verhandlungs-Position. Ob man wirklich eine Auflösung von 4K brauche, fragte Georg Hammerl (FWG) kritisch nach. 4K ist um einiges schärfer als Full HD – „normales HD ist doch auch angenehm“. Dem widersprach Anton Hierhager (SPD): Mit 4K könne man die Schrift auch für die hinterer Reihen optimal anpassen. „Das ist mein Kriterium.“ Jetzt sei die Technik soweit: „Vorher waren die interaktiven Tafeln im Sonnenlicht oft zu hell.“ Mit den Whiteboards können die Lehrer außerdem auf Vorlagen für Einträge oder auf Lehrmaterial wie Filme zurückgreifen. „Ich kann den Schülern einen ordentlichen Eintrag besser über das Board vermitteln“, sagte Rektorin Hartmann.

Die grüne Tafel entspreche nicht dem Heft und über das Whiteboard könne sie den Kindern auch besser Dinge zeigen wie: Wie unterstreiche ich? Wie halte ich einen Stift richtig? Als Startzeitpunkt wünscht sich die Rektorin Pfingsten: für die Lehrer zum Testen in den Ferien und für die Kinder zum Eingewöhnen vor dem Sommer. Sie rechnet mit einer Anlaufphase von einem halben Jahr. Der Service der Testfirma V/S Möbel sei außerdem bisher perfekt gewesen. Mit einer Gegenstimme von Sonja Kieslinger (FWG) brachte der Gemeinderat das Projekt auf den Weg.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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