Sie verschlief fast ihren Geburtstagsbesuch: (v. l.) Jubilarin Magdalena Holzner, ihr Neffe Bartholomäus Bauer und Bürgermeisterin Anita Meinelt. foto: asc

Das Tagblatt gratuliert 

105. Geburtstag - aber fast hätte Magdalena Holzner ihn verschlafen

Moosburg - Großer Ehrentag für Magdalena Holzner: Am vergangenen Samstag feierte die Moosburgerin ihren 105. Geburtstag und ist damit die älteste Bürgerin der Dreirosenstadt. Den hohen Besuch zur Feier des Tages verschlief die Seniorin aber beinahe.

Bürgermeisterin Anita Meinelt ließ es sich natürlich nicht nehmen, der Ehrenbürgerin persönlich zu gratulieren. Schließlich kennen sich die beiden bereits über 20 Jahre. Seit ihrem 95. Geburtstag beglückwünscht die Rathauschefin Magdalena Holzner zu jedem runden Ehrentag. Dass diese den Besuch fast komplett verschlief, machte Meinelt gar nichts aus. „Mit 105 Jahren darf man das“, schmunzelte sie und überreichte stattdessen Holzners Neffen Bartholomäus Bauer die mitgebrachten Präsente.

Magdalena Holzner, die von allen liebevoll Leni gerufen wird, wurde am 14. Januar 1912 in Wollersdorf (Mauern) geboren. Sie wuchs zusammen mit 14 Geschwistern, von denen drei bereits im Kindesalter starben, auf dem elterlichen Anwesen auf. Schon in jungen Jahren arbeitete Holzner im Haushalt der Familie mit. Anstellungen als Haushälterin bei der Familie Beisl sowie bei Dr. Ostermeier führten sie noch während des Zweiten Weltkriegs nach Moosburg. „Sie hat stets betont, dass das ihre Heimat ist“, erinnert sich Bartholomäus Bauer. „Hier wollte sie für immer bleiben.“ Nach einem kurzen Aufenthalt in Kleinhadern, wo Leni als Pfarrhaushälterin tätig war, kam sie 1957 zurück in die Dreirosenstadt und blieb hier bis zum heutigen Tag. Als Putzfrau an der Anton-Vitzthum-Grundschule und bei der Firma Steinbock verrichtete sie ihre Arbeit immer pflichtbewusst und mit viel Freude. Vor und auch nach Erreichen des Rentenalters war die Jubilarin Mitglied der katholischen Frauenverbände Moosburgs. „Sie war schon immer eine streng gläubige Katholikin und hat sich sehr für die Kirche engagiert“, erzählte ihr Neffe. „Das Kastulusmünster lag ihr besonders am Herzen. Sie besuchte die Kirche bei jeder Gelegenheit – oft mehrmals am Tag.“ Auch das Spazierengehen war eine Leidenschaft von Leni, bei der sie immer viele Menschen kennenlernte. „Sie hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und war immer für einen Ratsch zu haben“, erinnerte sich Bartholomäus Bauer.

Ihren Ehrentag feierte Magdalena Holzner im AWO-Seniorenpark, wo sie nun seit fast 20 Jahren wohnt. Zu der kleinen Feier mit Kaffee und Kuchen erschienen die Schwägerin und alle ihre Neffen und Nichten aus dem näheren Umkreis.

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