1200 Besucher beim Tag der offenen Tür

Neufahrn - Sven (9) will mal zur Feuerwehr gehen, „weil die so tolle große Autos haben“. Johannes (15) ist schon bei der Jugendfeuerwehr, „weil ich hier anderen helfen kann“. Und bei Anna (14) gehört die FFW-Mitgliedschaft zur Familientradition: Der Uropa und der Opa waren schon dabei, der Papa und die Onkel sind es. Der Tag der offenen Tür am Sonntag in der Feuerwache war eine tolle Imagewerbung für Neufahrns Floriansjünger.

Gut 1200 Besucher, unter ihnen auch Bürgermeister Franz Heilmeier, bestaunten die im Stundenrhythmus durchgeführten Schauübungen, bei denen Neufahrns Feuerwehrleute ihr Leistungsvermögen demonstrierten. Die Bergung eines Verletzten aus großer Höhe mittels der 30 Meter langen Drehleiter gehörte ebenso dazu wie die Befreiung einer Verletzten aus einem Unglücksfahrzeug mit Rettungsspreitzer und Rettungsschere.

Ein simulierter Dachstuhlbrand auf dem Dach der Fahrzeughalle erforderte den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern. Groß war die Überraschung bei den zahlreichen Zuschauern, als die beiden Angriffstruppleute ihre Atemschutzmasken ablegten: Kamen dabei doch die beiden Feuerwehrfrauen Jacqueline Wagner und Lisa Dürr zum Vorschein. Unter den 85 Aktiven der Neufahrner Wehrleute befinden sich nämlich auch zehn Damen.

Starkes Interesse fanden auch die Funkzentrale der Feuerwehr, die Atemschutzwerkstatt, die Schlauchwaschanlage und der Schlauchturm, den viele Besucher als Aussichtsplattform nutzten. Erschreckend für die Besucher war die hohe Stichflamme, die stellvertretender Kommandant Robert Friedrich produzierte, als er brennendes Fett in einem Kochtopf mit Wasser zu löschen versuchte. Gut an kam auch die Vorführung mit dem Defibrillator durch Sanitäter und der Info-Point der Jugendfeuerwehr, die sich auch mit einer eigenen kleinen Schauübung präsentierte.

Kommandant Reinhold Kratzl zeigte sich am Abend hochzufrieden: „So viel Interesse und positive Resonanz auf unsere Arbeit konnten wir nicht erwarten. Es tut gut, dass die Arbeit, die meist im Verborgenen passiert, so positiv gewürdigt wird.“

Als nach 18 Uhr die letzten Besucher die Feuerwache verließen, waren alle Kuchen, Bratwürste und das Grillfleisch verkauft und die FFW hatte zumindest einen weiteren potentiellen Floriansjünger gewonnen: Maximilian (7) kündigte nach der Übung mit der Rettungsschere an, er werde ebenfalls zur Feuerwehr gehen, „weil man da Autos kaputtschneiden kann!“ Ein Neufahrner Zugführer riet ihm daraufhin, aber erst einmal seinen Vater zu fragen, ob er mit dessen Auto üben darf.

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