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18,7 Prozent: Freising beim Volksbegehren "Spitze"

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Freising - Im Landkreis Freising haben 15 Prozent der Bürger für die Abschaffung der Studiengebühren gestimmt. Susanne Günther (40) vom Aktionsbündnis jubelt. Die Studentenschaft beschleichen gemischte Gefühle.

te Susanne Günther den Einsatz der Beteiligten: „Von den Linken bis hin zur Freisinger Mitte waren viele Parteien und Organisationen mit von der Partie.“ Günther hatte vor Monaten die Initiative ergriffen, als der Ruf nach dem Volksbegehren immer lauter wurde: „Ich hatte die Sorge, dass sonst keiner was macht“. In ihrer Freisinger Studentenzeit (sie hatte in den 90ern Landschaftsarchitektur studiert) habe sie erlebt, wie schwer es sei, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. „Und dann noch Gebühren zahlen zu müssen, das drückt aufs Konto.“

Günther und ihre Mitstreitern haben daher die Werbetrommel gerührt und dabei „unkonventionelle Ideen“ geboren - wie etwa die „Kneipentour“. Da zog man abends durch die Lokale und verteilte Flyer. Das Ergebnis für die Domstadt erbrachte denn auch stolze 18, 7 Prozent. Obwohl die Organisatorin nichts „schlechtreden“ wolle, hätte sie einen Wunsch gehabt: „Mehr Abstimmungsräume.“ Zur zentralen Stelle im Rathaus hätten Stimmlokale in Vötting oder Lerchenfeld das Ergebnis noch höher ausfallen lassen. Trotzdem: „Freising war spitze.“ Die Domstadt überrundete nicht nur die Landeshauptstadt (15,2 Prozent) sondern auch Erding (13,2 Prozent) und Dachau (14 Prozent).

Seit vier Jahren weiß Studentensprecherin Maja Schultz (29), was es heißt, ohne Unterstützung über die Runden kommen zu müssen. Die Namibierin, die Lebensmittelmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf studiert, hat „immer nebenher gearbeitet“. Deswegen wäre der Wegfall der Gebühr „erfreulich“. Andererseits werde aber eine Säule der Arbeit im Gremium der Studentensprecher, im Konvent, gekappt. Bislang war die dortige Beratung über die Verwendung der Gebühren ein Signal an die Chefetage: „So wusste das Dekanat schnell, wo der Schuh drückt.“ Schultz hofft, „dass der gute Infofluss trotzdem aufrechterhalten bleibt.“

Allershausen: 11,7 Prozent (3656 Stimmberechtigte/428 Einträge)

Attenkirchen: 12,4 Prozent (1885/234)

Au: 11,7 Prozent (4261/499)

Eching: 15 Prozent (9451/1413)

Fahrenzhausen: 9,7 Prozent (3410/330)

Freising: 18,7 (31855/5952)

Gammelsdorf: 7,9 Prozent (1100/87)

Haag: 10,9 Prozent (2097/228)

Hallbergmoos: 12,7 Prozent (6581/836)

Hörgertshausen: 12,1 Prozent (1472/178)

Hohenkammer: 10,5 Prozent (1776/186)

Kirchdorf: 12,1 Prozent (2134/258)

Kranzberg: 16,8 Prozent (3095/521)

Langenbach: 14,4 Prozent (2921/420)

Marzling: 19,7 Prozent (2278/448)

Mauern: 16,3 Prozent (2134/348)

Moosburg: 17,1 Prozent (12187/2078)

Nandlstadt: 13,2 Prozent (3708/488)

Neufahrn: 13,5 Prozent (12398/1670)

Paunzhausen: 13,7 Prozent (1188/163)

Rudelzhausen: 12,8 Prozent (2456/314)

Wang: 13 Prozent (1799/233)

Wolfersdorf: 9,9 Prozent (1812/181)

Zolling: 11,5 Prozent (3321/382)

Landkreis insgesamt: 15 Prozent (118 975/17 875).

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