POLITISCHE ZIELE, LEBENSLAUF UND FRAGEN

20 Fragen an Bundestagskandidat Andreas Mehltretter (SPD)

Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Freising/Pfaffenhofen haben ein Ziel: Sie wollen nach Berlin. Das FT stellt Ihnen, liebe Leser, nach und nach die Kandidaten vor. Dazu hat die Heimatzeitung den Politikern, die in den Bundestag wollen, 20 Fragen gestellt.

Was wollten Sie als Kind eigentlich werden. Bundestagsabgeordneter?

Ich wollte Schriftsteller werden, aber die ersten Versuche waren nicht ganz so vielversprechend.

Waren Sie ein guter Schüler?

Ja, schon.

Welche war Ihre erste Schallplatte/CD?

„Dead Letter“ von The Rasmus mit dem Hit „In the Shadows“, falls sich da noch irgendjemand daran erinnert

Spielen Sie selbst ein Instrument?

Gitarre (müsste ich mal wieder spielen)

Wer/was war Ihre erste große Liebe?

Mein Kuschelhasi, ohne den ging gar nichts.

Wer war in Ihrer Kindheit Ihr Held oder Vorbild?

Hatte ich wohl tatsächlich nicht.

Ihr Lebensmotto?

Irgendwie ist noch immer alles einigermaßen gut geworden.

Was lieben Sie am Landkreis Freising am meisten?

Die Kombination aus schönen Dörfern und Städten und der tollen Landschaft mit ihren Hügeln, Wäldern und der Isar.

Was stört Sie am Landkreis?

Der Verkehr und dass man sich immer schwerer eine Wohnung oder ein Häuschen leisten kann.

Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

„Stiller“ von Max Frisch

Welches Auto fahren Sie? Und wann kaufen Sie sich ein Elektro-Auto?

Einen 17 Jahre alten Opel Astra – wenn ich das Geld dafür habe, kaufe ich mir natürlich sofort ein E-Auto.

Haben Sie eine heimliche Leidenschaft?

Ganz laut Musik hören (wobei die Nachbarn diese Leidenschaft wohl nicht heimlich nennen würden).

Ihr Lieblingsverein ist natürlich...

… der einzige Verein, bei dem ich je gespielt habe: der SV Marzling.

Wo würden Sie am liebsten leben (abgesehen vom Landkreis Freising/Pfaffenhofen)?

Tatsächlich in Berlin – hat einen ganz eigenen Flair mit vielen tollen Menschen, Cafés und Parks.

Was ist Ihr Lieblingsurlaubsland?

Umbrien oder Toskana, hauptsache Italien.

Was ist Ihre größte Stärke?

Zuhören und mitnehmen, was anderen Menschen wichtig ist.

Und Ihre deutlichste Schwäche?

Hin und wieder zu kompliziert denken, Dinge zu perfekt machen wollen.

Können Sie Schafkopfen oder wenigstens Watten?

Ja.

Treiben Sie Sport – und wenn ja, welchen?

Radfahren, hin und wieder Badminton und am liebsten natürlich Skifahren!

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Omas Schweinsbraten.

Das ist Andreas Mehltretter

Aufgewachsen bin ich in Freising und Marzling. Seit 2012 wohne ich wieder in Freising. Nach meinem Abitur am Dom-Gymnasium 2011 habe ich an der LMU in München Volkswirtschaftslehre im Bachelor studiert. Im Mai 2017 habe ich meinen Master in „Economics“ an der LMU abgeschlossen. Seit Juli 2017 arbeite ich in München als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaften und forsche dort am Lehrstuhl für empirische Politikforschung zum Zusammenhang von Waffenhandel und innerstaatlichen Konflikten. Im Zuge des Masterstudiums habe ich 2015 ein Semester in den USA an der University of Wisconsin in Madison studiert. Die Zeit im Ausland hat mich sehr geprägt, vor allem durch den Kontakt zu sehr vielen Menschen aus allen Ecken der Welt. Neben meinem Studium habe ich auch immer Geld verdient, sei es im Einzelhandel, als Übersetzer von Software-Handbüchern, IT-Betreuer oder wissenschaftliche Hilfskraft. In der SPD habe ich mich seit meinem Eintritt im Januar 2012 engagiert: Ich bin Kreisvorsitzender der Jusos Freising, der Jugendorganisation der SPD, stellvertretender Bezirksvorsitzender der Jusos Oberbayern und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender. Außerdem bin ich auch Sprecher der Agenda21-Gruppe Bauen, Wohnen und Verkehr der Stadt Freising – in den Agenda21-Gruppen können Bürger eigene Ideen für die Stadt einbringen und diskutieren.

Meine politischen Ziele im Bundestag

Unserem Land geht es gut, leider profitieren davon nicht alle gleichermaßen. Für mich ist es essentiell, dass wir mehr für soziale Gerechtigkeit tun. Dafür müssen wir kleine und niedrige Einkommen bei Steuern und Abgaben entlasten, Einkommen aus Kapital genauso besteuern wie Einkommen aus Arbeit, allen Menschen im Alter eine gute Rente sichern und die Bürgerversicherung als Krankenversicherung für alle einführen. Mehr Gerechtigkeit brauchen wir auch in der Arbeitswelt: Frauen müssen endlich den gleichen Lohn bekommen wie Männer, und Arbeit von Erziehern und in der Pflege muss endlich anständig entlohnt werden. Wir müssen die sachgrundlose Befristung abschaffen. Ebenso muss Leiharbeit streng reguliert und besser bezahlt werden. Wir müssen jetzt die Weichen für eine gute Zukunft für alle stellen. Dazu gehört für mich eine große Offensive für ein besseres Europa – die EU ist trotz all ihrer Probleme unverzichtbar für unseren Frieden und Wohlstand. Außerdem brauchen wir mehr Investitionen: in Kitas, Schulen und Unis für eine bessere Bildung für alle, in die Energiewende, damit wir unsere Klimaziele nicht verfehlen, in flächendeckende Glasfasernetze, in die Bahn und den Erhalt unserer Straßen. Gerade in unserer Region brauchen wir außerdem enorme Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, um den Anstieg der Mieten und Grundstückspreise zu bremsen. Außerdem müssen wir auch endlich die 3. Startbahn beerdigen.

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