Reinhold Deuters Jugendheld war kein Geringerer als Willy Brandt.

Was wir schon immer von den Bundestagskandidaten wissen wollten: Reinhold Deuter (Piratenpartei)

20 Fragen an Bundestagskandidat Reinhold Deuter (Piratenpartei)

Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Freising/ Pfaffenhofen haben ein Ziel: Sie wollen nach Berlin. Das FT stellt Ihnen, liebe Leser, nach und nach die Kandidaten vor. Dazu hat die Heimatzeitung den Politikern, die in den Bundestag wollen, 20 Fragen gestellt.

-Was wollten Sie als Kind eigentlich werden. Bundestagsabgeordneter?

Zuerst Zugführer und dann Astronaut.

-Waren Sie ein guter Schüler?

Ein mittelmäßiger Schüler.

-Welche war Ihre erste Schallplatte/CD?

Weiß ich nicht mehr genau. Höchstwahrscheinlich das erste Album von Roxy Music.

-Spielen Sie selbst ein Instrument?

Nein, meine Karriere als Gitarrist endete mit 14 oder 15 Jahren.

-Wer/was war Ihre erste große Liebe?

Das ist immer noch meine Privatsache.

-Wer war in Ihrer Kindheit Ihr Held oder Vorbild?

Willy Brandt.

-Ihr Lebensmotto?

„Don’t panic“ von der Titelseite des „Hitchhikers guide through the galaxy“.

-Was lieben Sie am Landkreis Freising am meisten?

Über Wippenhausen nach Freising und zurück fahren. Natürlich mit meiner SR 500, die inzwischen 37 Jahre alt ist.

-Was stört Sie am Landkreis?

Fällt mir nichts ein.

-Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

Das Europaradox von Yanis Varoufakis.

-Welches Auto fahren Sie? Und wann kaufen Sie sich ein Elektro-Auto?

Einen Nissan Micra. Ungefähr in zwei bis drei Jahren braucht es einen Neuen. Welches Auto es dann wird, kann ich noch nicht sagen, da bis dahin sicher noch neue Modelle auf den Markt kommen. Aber es wird auf jeden Fall wieder ein Kleinwagen, da ich und meine Frau keinen größeren brauchen.

-Haben Sie eine heimliche Leidenschaft?

Ja, aber ich sage sie nicht, da sie dann ja nicht mehr heimlich wäre.

-Ihr Lieblingsverein ist natürlich. . .

. . . keiner.

-Wo würden Sie am liebsten leben (abgesehen vom Landkreis Freising/Pfaffenhofen)?

Sie haben hier den südlichen Teil des Landkreis Neuburg-Schrobenhausen vergessen. Dort lebe ich nämlich. Ansonsten Griechenland.

-Was ist Ihr Lieblingsurlaubsland?

Griechenland.

-Was ist Ihre größte Stärke?

Dass ich wichtige Entscheidungen immer gründlich überdenke.

-Und Ihre deutlichste Schwäche?

Sag ich nicht. Es gibt ja auch noch eine Privatsphäre.

-Können Sie übrigens Schafkopfen oder wenigstens Watten?

Beides.

-Treiben Sie Sport - und wenn ja, welchen?

Schießen. Ja, ich habe sogar eine Kal.-44-Vorderladepistole und eine 9-mm-Pistole. Deshalb ärgert es mich auch immer, wenn wir Sportschützen als schießwütige Waffennarren dargestellt werden, von denen eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

-Was ist Ihr Lieblingsessen?

Da gibt es vieles. Hauptsache es schmeckt mir. Eine besondere Schwäche sind Torten.

Gestatten, Reinhold Deuter

Geboren wurde ich 1958 in Pfaffenhofen. Nach der Schule studierte ich ab 1977 in München Informatik, das damals noch ein echtes Exotenfach war. Im Frühjahr 1983 war ich dann mit dem Studium fertig und Dipl. Informatiker. Ich begann dann meine Tätigkeit als Softwareentwickler bei einem deutschen Computerhersteller. 1988 heiratete ich und im selben Jahr wurde mein erster Sohn geboren. 1990 kam mein zweiter Sohn zur Welt. Anfang der 1990er Jahre betrat ich dann Neuland. Wir begannen in meiner Firma die Implementierung von TCP/IP, der Basis des Internets. Bis zu meinem Ausscheiden aus der Firma war ich im Bereich Internet und Security tätig. Im Jahr 2009 beendete ich aus gesundheitlichen Gründen meine bisherige Tätigkeit. Mittlerweile stelle ich exklusive Lederwaren her.

Meine politischen Ziele im Bundestag

Datenschutz ist ein Kernthema der Piratenpartei und aufgrund meiner Vita auch ein persönliches. In Zeiten von Terrorangriffen wird dieser immer mehr eingeschränkt. Die Entwicklung geht hierbei immer mehr zu einen Überwachungsstaat. Ich will aber nicht in einem Staat mit einer Stasi 2.0 leben und werde versuchen, dies zu verhindern. Mehr Bürgerbeteiligung stärkt die Demokratie. Oft wird von Politikern der etablierten Parteien behauptet, viele Themen seien viel zu komplex, um sie von den Bürgern entscheiden zu lassen. Aber die Bürger sind nicht dumm. Deshalb werde ich mich für die Einführung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden auf Bundesebene einsetzen. Damit die Bürger aber objektiv entscheiden können, müssen sie auch umfassend informiert sein. Das Schlagwort hierzu ist Transparenz. Deshalb werde ich dafür im Politikbetrieb kämpfen. Die Energiepolitik ist ein Musterbeispiel für fehlende Transparenz und mangelnde Bürgerbeteiligung. Als Co-Autor des Orangebuch Energie habe ich mich intensiv mit diesen Thema beschäftigt. Eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien in Deutschland ist möglich. Man muss sie nur wollen und das ist anscheinend von den etablierten Parteien nicht gewünscht. Stattdessen soll mit einen überdimensionalen Netzausbau (Stromautobahnen) angeblich eine Lücke in der bayrischen Stromversorgung geschlossen werden. Dass dieser Ausbau, für den wir Milliarden zahlen sollen, unnötig ist, haben wir Piraten durch eigene Berechnungen bewiesen. In Berlin werde ich alles daran setzten, eine wirkliche Energiewende umzusetzen und den falschen und unnötigen Netzausbau zu verhindern.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Termin für Dolce Vita am Freisinger Volksfest steht fest
Jedes Jahr wird im Ochsenwirt am Volksfest Freising geschwitzt, gegrölt, getrunken und gefeiert: dann nämlich, wenn Dolce Vita die Bühne entert. Das machen die …
Termin für Dolce Vita am Freisinger Volksfest steht fest
„Hitlergruß“ von der Zugspitze: Aufregung um AfD-Funktionäre
Funktionäre des AfD-Kreisverbandes Freising-Pfaffenhofen in Erklärungsnot: Markus Schirling (44), Kassier des AfD-Kreisverbandes und Direktkandidat der AfD für die …
„Hitlergruß“ von der Zugspitze: Aufregung um AfD-Funktionäre
„Lieber Augen zu und durch“
„Neue Wege, neue Gleise“ – fast schon poetisch gab sich die Deutsche Bahn gestern, als man zu einer rollenden Pressekonferenz geladen hatte. Eine Baustellentour zwischen …
„Lieber Augen zu und durch“
Freisinger Bahnhofsschreck landet in Psychiatrie
Der Wandel des 58-jährigen Gelegenheitsarbeiters aus Freising, der als „Schreck vom Bahnhofsvorplatz“ für Schlagzeilen gesorgt hatte, in einen schuld- und …
Freisinger Bahnhofsschreck landet in Psychiatrie

Kommentare