B 13-Ausbau in Fahrenzhausen

2017 soll es losgehen – mit Sperrungen

Fahrenzhausen - Jetzt wird es doch tatsächlich ernst. Mitte 2017 soll es mit Ausbau der B 13 im Bereich von Fahrenzhausen losgehen. Der erste Abschnitt betrifft Großnöbach.

Seit vielen Jahren wartet man in Fahrenzhausen darauf, seit vielen Jahren berät man, verhandelt mit dem Staatlichen Bauamt und bringt Vorschläge ein. Und jetzt geht es endlich los: Laut Staatlichem Bauamt startet man Mitte des kommenden Jahres den Ausbau der Bundesstraße 13 im Bereich der Gemeinde Fahrenzhausen: 2017 ist der Abschnitt im Bereich von Großnöbach dran, 2018 soll die eigentliche Ortsdurchfahrt von Fahrenzhausen folgen. Das hat Bürgermeister Heinrich Stadlbauer am Montag im Gemeinderat bekanntgegeben. Dabei warnte der Rathauschef schon einmal vor: Weil im Zuge dieses ersten Bauabschnitts auch die Brücke über den Amperkanal saniert wird, dürfte für die Dauer der Bauarbeiten der Durchgangsverkehr nicht durch Fahrenzhausen geführt werden können. Mit anderen Worten: Es wird zu Vollsperrungen kommen. Denn es sei fraglich, ob eine einseitige Befahrbarkeit der Brücke zu jedem Zeitpunkt der Arbeiten gewährleistet werden könne. Eine Vollsperrung dürfte zudem notwendig werden, weil die Arbeit an den Rigolen zur Straßenentwässerung breite Baugruben erfordert.

Auf die Tagesordnung der Sitzung am Montag hatte es der B 13-Ausbau deshalb geschafft, weil die Gemeinde noch die Möglichkeit hatte, auf einige planerische Details Einfluss zu nehmen. Und so hat man beschlossen, dass der Geh- und Radweg im Bereich Großnöbach möglichst beidseitig der B 13 mit einer Breite von 2,5 bis 3 Meter realisiert werden soll. Die Geh- und Radwege sollten nicht gepflastert, sondern asphaltiert werden – weil das zum Radfahren angenehmer und um 120 000 Euro billiger sei. Zudem soll der Geh- und Radweg eine effektive Straßenbeleuchtung erhalten.

Und auch ein Herz für Bäume hat der Gemeinderat: Die bestehenden Baumreihen entlang der B 13 sollen im Zuge des Ausbaus ergänzt und nach Möglichkeit vervollständigt werden.

Eine immer wieder von der Gemeinde ins Spiel gebrachte Variante war, dass die Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer nach Vorschlag des Arbeitskreises unter der bestehenden Amperbrücke hindurch führen sollte. Allerdings hat die Gemeindeverwaltung nun darauf hingewiesen, dass aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse, wegen der Anfälligkeit für Schäden durch Unterspülung, wegen der zu erwartenden hohen Baukosten (wohl 50 000 Euro) und schließlich wegen der Tatsache, dass es sich um ein FFH-Gebiet handele, eine Realisierung dieses Vorschlags „extrem schwierig“ sein dürfte, so Stadlbauer. Die Gemeinderäte sahen das ein und folgten dem Beschlussvorschlag, auf die Querungshilfe unter der Amperbrücke zu verzichten.

Rubriklistenbild: © arp

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