Polizeieinsätze an Pfingsten 

44-Jähriger droht am Flughafen mit Bombe im Gepäck

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Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter den Bundespolizisten am Flughafen München. Zwei Reisende, die per Haftbefehl gesucht wurden, gingen ihnen ins Netz, einer drohte gar mit einer Bombe.

Flughafen – Den Anfang machte ein 28-jähriger Deutscher, der Samstagmorgen nach Antalya fliegen wollte. Bei der Ausreisekontrolle stellten Bundespolizisten einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Würzburg fest. Der Mann sollte entweder 60 Tage ins Gefängnis oder knapp 2000 Euro Strafe zahlen, da er ohne Fahrerlaubnis gefahren war. In Ermangelung eigener Barmittel in dieser Höhe zahlte der Vater die geforderte Strafe bei der zuständigen Polizeiinspektion in Gunzenhausen. So blieb dem jungen Mann zwar das Gefängnis erspart, aber seinen Flug verpasste er trotzdem.

Nachmittags, noch am gleichen Tag, stellten die Beamten dann einen 50-jährigen deutschen Staatsbürger, der von München nach Doha fliegen wollte. Das Amtsgericht Augsburg suchte den Mann per Haftbefehl wegen Steuerhinterziehung. Vor die Wahl gestellt, entweder 35 Tage ins Gefängnis zu gehen oder knapp 1200 Euro Strafe zu zahlen, entschied sich der Mann für Letzteres. Nach Bezahlung der Strafe konnte der Herr doch noch seinen Flug nach Qatar antreten.

Ein böses Nachspiel wird das Verhalten eines 44-jährigen Familienvaters haben. Nachdem er von einer Fluggesellschaft nicht mitgenommen wurde – der Grund waren unzureichende Reisedokumente –, gab er an, in seinem Koffer sei eine Bombe. Offensichtlich, so die Aussage der Polizei wollte er damit die Herausgabe seines Gepäcks erzwingen, welches sich bereits an Bord befand und nicht mehr ausgeladen werden sollte. Der Einsatzleiter der Bundespolizei stoppte daraufhin die Abfertigung und ließ das Gepäck durch Spezialkräfte überprüfen. Nachdem dies ergebnislos war, wurde der Familienvater der Landespolizei übergeben. Dort erwartet ihn eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat. Nach etwa 20-minütiger Verspätung hob der Flieger dann Richtung Doha ab – mit an Bord waren die Ehefrau und die zwei Kinder. Der Mann blieb hingegen in München und muss sich demnächst für seine Äußerungen verantworten.  ft/ahi

Rubriklistenbild: ©  dpa

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