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Die Spitze der Schutzgemeinschaft Nord: (v. l.) Franz Heilmeier (Schriftführer), Karsten Schulze (Schatzmeister), Manfred Pointner (Vorsitzender), Johann Wiesmaier (3. Vorsitzender) und Robert Scholz (2. Vorsitzender).

50 Jahre Schutzgemeinschaft Nord: Der alte neue Vorstand

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Geld hat man genug, der neu gewählte Vorstand ist voller Tatendrang, und man ist auch nach fünf Jahrzehnten kein bisschen müde. Kurz: Die Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e.V. kämpft weiter – für die Flughafen-Anrainer und gegen die Startbahn.

Freising – Da ändert es auch nichts, dass der Ministerpräsident bald nicht mehr Horst Seehofer, sondern Markus Söder heißen dürfte.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Bevor die Schutzgemeinschaft am Dienstag ihren 50. Geburtstag feierte, war eine Mitgliederversammlung anberaumt. Vorsitzender Manfred Pointner erinnerte zunächst an den langjährigen Vorsitzenden Oskar Vincenti und den Schriftführer Werner Groth, die innerhalb der vergangenen drei Jahre verstorben seien. Und auch zum Gedenken an SPD-MdB Ewald Schurer, einen Mann, auf den sich die Startbahngegner immer hätten verlassen können, erhoben sich die Mitglieder.

In seinem Bericht erinnerte Pointner daran, dass die Schutzgemeinschaft nach dem VGH-Urteil „politische Überzeugungsarbeit“ gegen die dritte Bahn geleistet habe. Vor allem die Resolution, die den Bedarf der Startbahn in Abrede gestellt und auf die eh schon enormen Belastungen der Region hingewiesen habe, sei da wichtig gewesen, so Pointner. Freilich: Die Reaktion der Landtagsabgeordneten, der bayerischen Bundestagsabgeordneten, des Ministerpräsidenten und der zuständigen Minister sei erwartungsgemäß ausgefallen: SPD, Grüne, FW und Linke hätten sich gegen die Startbahn ausgesprochen, der Ministerpräsident habe die Argumente und Bedenken ernst genommen, und der Münchner OB fühle sich an den Bürgerentscheid gebunden. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer habe darauf hingewiesen, dass der VGH doch die Richtigkeit der Prognosen bestätigt habe. Angesichts der tatsächlichen Zahlen eine etwas seltsame Aussage in den Augen Pointners.

Im Hinblick auf den anstehenden Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten verwies Pointner auf die Aussagen sowohl Seehofers als auch Söders, dass man auf Tricks wie die Umwandlung der FMG in eine AG verzichten und dass man die Startbahn nur bauen werde, wenn die Münchner Bevölkerung Ja sage. Allerdings, so Pointner, habe die Staatsregierung Angst vor einem neuerlichen Bürgerentscheid. Und: „Was einen Bürgerentscheid betrifft, sind wir gewappnet“, gab sich Pointner kämpferisch. Ein Grund dafür: 154 000 Euro hat man in der Kasse, wie Schatzmeister Karsten Schulze berichten konnte.

Reibungslos verliefen die Neuwahlen: Das Vorsitzenden-Trio mit Manfred Pointner, Robert Scholz und Johann Wiesmaier wurde ebenso im Amt bestätigt wie Schatzmeister Schulze und die fünf Beisitzer Tobias Eschenbacher, Marcel Fath, Georg Kölbl, Georg Wiester und Karl-Heinz-Reingruber. Neu im Vorstand ist Franz Heilmeier als Schriftführer und Nachfolger von Werner Groth.  zz

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