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Haben die Moosburger Tafel gegründet und am Laufen gehalten (v. l.) Carolin Dümer (Caritas), Brigitte Igel (10), Friedl Stiegler (5), Albert Söhl (BRK), Christa Heim (10), Helga Prohaska (10), Karolina Altschäffl (10), Verena Kilian (5), Rosa Banek (5), Gertraud Meier (5), Silvia Köhler (5), Werner Wenig (5), Julia Schmidbauer (10), Günther Scherupp (10), Regina Rinklake (10), Rosemarie Neumayr (10), Irene Beimler (10), Margarethe Hilz (10), Hans Moormann (5), Irene Kronfellner (10), Josef Schmidbauer (10), Petra Prechtl (10), Anneliese Gerlspeck (10) und Beate Asche (10).

Dank BRK und Caritas: Zehn Jahre Tafel Moosburg    

500 Tonnen Lebensmittel verteilt

Moosburg – Die Moosburger Tafel hat in den zehn Jahren ihres Bestehens Großes geleistet. Und das, obwohl man am angestammten Platz an der Bahnhofstraße 46 mit recht beengten Verhältnissen zurechtkommen muss. Einmal die Woche, immer donnerstags von 11 bis 17 Uhr, ist dort Ausgabe. Die Leute, aktuell sind es wohl 80 Bedürftige pro Woche, warten meist schon.

Ohne die Unterstützung der örtlichen Geschäfte und ohne Spenden würde es die Moosburger Tafel nicht geben, wie die Verantwortlichen bei der Jubiläumsfeier deutlich machten. Hans Moormann, Mitglied im Organisationsteam, sprach im BRK-Heim von 26 700 Kunden, die das Angebot in den vergangenen zehn Jahren angenommen hätten. 500 000 Kilogramm Lebensmittel seien umgesetzt worden und über 100 000 Kilometer gefahren worden. Zahlen, die Respekt abnötigten. Beifall gab es für die 30 000 Arbeitsstunden, die die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geleistet haben. Allein 10 000 gehen laut Moormann auf Julia Schmidbauer. Die Organisationsleiterin ist von Anbeginn dabei und gilt als gute Seele der Moosburger Tafel. Grund genug für BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl die Goldene Ehrenplakette des Bayerischen Roten Kreuzes zu verleihen. „Ich allein könnte es nicht“, sagte die Ausgezeichnete in aller Bescheidenheit. Schmidbauer ist eine von knapp 50 freiwilligen Helfern, die die Tafel am Laufen halten. Die Frauen sind klar in der Überzahl. Mit gut zwei Dritteln stellen sie das Rückgrat der Moosburger Tafel dar. Fünfzehn sind von Anfang an dabei.

Kein Wunder, dass es viel Lob aus berufenem Munde gab. Der stellvertretende Landrat Robert Scholz sprach von einem „zutiefst menschlichem Ansatz“ und davon, dass die Nutzer der Tafel auf keinen Fall Bittsteller oder Almosenempfänger seien. Pro Besuch ist ein Euro fällig, was für viele gar nicht so leicht aufzubringen sei, wie es hieß. „Jeder gibt das, was er kann“, das war laut Bürgermeisterin Anita Meinelt das Leitmotiv, als man die Tafel vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben hat. Es gehe darum, Menschlichkeit und Solidarität zu zeigen, sagte Meinelt. Für den Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes, Anton Neumaier, ist es „praktizierende Wohltätigkeit“, was die Tafel leiste. Ohne dieses Angebot „hätten wir noch mehr Spaltung in der Gesellschaft“, gab Neumaier zu bedenken.

Alexander Fischer

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