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Jede Menge Herzen verteilt: Anna Hepting (2. Sportleiterin) hat bei der großen Jubiläumsfeier im Hotel Gumberger allen Gästen als Zeichen des Willkommenseins ein Lebkuchenherz um den Hals gelegt.

Schützenverein feiert Jubiläum

60 Jahre „Herz Ass“ in Neufahrn: Alles begann beim Kartenspielen

Neufahrn - Es war im Jahr 1957 beim Schafkopfen. Unter vier jungen Burschen reifte der Plan, einen eigenen Schützenverein zu gründen. Nur einen Namen brauchte man noch. Da deckte einer das Herz Ass auf. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte wie sich herausstellen sollte.

Ob es sich wirklich so zugetragen hat wie bei dem szenischen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, das die junge Garde da gerade auf die Bühne gebrach hatte, bleibt dahin gestellt. Tatsache ist, dass sich am 26. Oktober 1957 16 Männer der ersten Stunde im Café Bauer an der Bahnhofstraße trafen, um in Neufahrn einen weiteren Schützenverein aus der Taufe zu heben. Der Grund: Bei den „Isaria-Schützen“ gab es strenge Statuten, der Eintritt war nicht jedem Anwärter möglich.

Heute, 60 Jahre später, ist der Schützenverein „Herz Ass“ nicht mehr wegzudenken aus Neufahrn. Das war bei der ebenso gelungenen, wie ausgelassenen Jubiläumsfeier im Hotel Gumberger an allen Ecken und Enden zu spüren. Allen voran hob Bürgermeister Franz Heilmeier die Bedeutung des aktuell knapp 80 Mitglieder Schützenvereins „Herz Ass“ hervor. Vor gut hundert Festgästen stellte er fest, dass die „Herz-Ass“-Schützen fester Bestandteil im gesellschaftlichen und sportlichen Leben der Gemeinde sind. Heilmeier zufolge verbindet der Verein Freizeit, Sport und Tradition. Eine Mischung, die Applaus verdiene. „Der Beifall ist für alles, was ihr geleistet habt“, sagte Heilmeier. Junge Menschen könnten bei dieser wichtigen Sportart lernen, sich auf eine Sache zu konzentrieren. „Eine Fähigkeit, die der Mensch ein ganzes Leben lang gut gebrauchen kann“, betonte Heilmeier. Er spielte damit etwa auf die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins an. Die hat heuer dazu geführt, dass die Rundenwettkampfmannschaft des Vereins in die Gauliga aufgestiegen ist. Ein nie da gewesener Erfolg, wie Schützenmeister Hans Hepting betonte.

Auch Gauschützenmeister Josef Geisenhofer zollte den „Herz-Ass“-Schützen Respekt bei der Jubelfeier. Er sprach von einem Verein, der sich nicht versteckt hat, immer die Fahne hochgehalten und „auf die Straße gebracht“ hat. Gelegenheiten dazu ergeben sich laut dem Gauschützenmeister noch genug – etwa beim 75-jährigen Bestehen. Geisenhofer hegte keinen Zweifel daran, dass man bei „Herz Ass“ auch noch die 100 Jahre voll bekommt.


Alexander Fischer

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