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Mehr Teilnehmer als erwartet interessierten sich für das Wirtshaussingen der Nachbarschaftshilfe – und alle hatten einen Riesenspa ß. 

Erstes Wirtshaussingen in Hohenkammer

A griabige Sach’

Einige konnten gar nicht genug bekommen vom Wirtshaussingen der Nachbarschaftshilfe. Besser hätte es beim ersten Mal am Freitag im Schloss Hohenkammer kaum laufen können: Über 40 Leute machten mit, sangen nach Lust und Laune Volkslieder, Schlager und so manchen Popsong österreichischer Prägung.

Hohenkammer An Repertoire mangelte es dem Wirtshaussingen nicht. Das Programmheft umfasste 50 Lieder, die Texte waren auf 25 Seiten verteilt. Darunter Klassiker wie „Im Frühtau zu Berge“, Gassenhauer aus den 1950er-Jahren wie „Zwei kleine Italiener“ oder auch typisch Bayerisches wie „I hob zwoa kohlschwarze Rapperl“ oder „Mir san vom Woid dahoam“. Das Mitsingen war also leicht gemacht. Unter der Leitung von Martina Mottinger und in Begleitung des Akkordeonspielers Hans Moosburger konnte jeder problemlos einstimmen und seinen Teil zum großen Ganzen beitragen.

„Eine schöne, griabige Sach’“, urteilte Erika Matz vonseiten der Nachbarschaftshilfe. Die Vorsitzende, Brigitte Geisenhofer sah es ähnlich. Ihr hat vor allen Dingen gefallen, dass „einige hocken geblieben sind und weiter gesungen haben“. Damit nicht genug. Gefreut hat sich Geisenhofer auch darüber, dass es bei den Bayerischen Lieder welche im Publikum gegen hat, „die noch eigene Strophen gewusst haben“.

Mit am lautesten und engagiertesten wurde bei der Kategorie Austropop gesunden. Bei Georg Danzers „Hey entschuidige I kenn Di“ war die Stimmung auf dem Höhepunkt angekommen. Jeder kannte den Text, alle sangen begeistert mit. Der Refrain „Du entschuidige, bist Du ned de Klane, de I scho ois Bua gern g’habt hob“, füllte die ganze Haslangstuben, alle strahlten, als das Lied zu Ende ging und der Schlussakkord verklang.

Ein gelungener Auftakt für ein offenes Singen, aus dem eine ganze Serie entstehen soll. Die Nachbarschaftshilfe hat es sich laut Geisenhofer nämlich zur Aufgabe gemacht, die Vernetzung zwischen den Menschen zu fördern. Man will gegenseitige Hilfe und Unterstützung ermöglichen. „Und Musik hat die Menschen schon von jeher zusammengebrachte und ist schön anzuhören“, sagte die Vorsitzende. Sie muss es wissen. Ist sie doch selbst Sängerin und langjähriger Bestandteil der weit über den Landkreis bekannten „Geschwister Laschinger“.

Gut zu wissen

Die Nachbarschaftshilfe kümmert sich künftig auch um den lebendigen Adventskalender. Das hat die Vorsitzende Brigitte Geisenhofer dem FT mitgeteilt. Die bisherige treibende Kraft, Ulrike Turek, sah sich nach insgesamt fünf Jahren nicht mehr in der Lage dazu.

Alexander Fischer

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