Den Flair des Südens brachte der Musikverein bei seinem Konzert ins Zollinger Bürgerhaus

Achterbahnfahrt mit dem Zollinger Musikverein

Zolling - Es war ein unvergesslicher Abend. Zwei Stunden lang durften die Gäste des Zollinger Musikvereins am Samstag „Gute-Laune-Sound“ genießen. „March meets Mambo“ hieß das anspruchsvolle Musikprogramm, das BR-Moderator Stefan Schwabeneder launig kommentierte.

Auf eine „Achterbahnfahrt“ wolle man das Publikum mitnehmen, warnte eingangs Stefan Schwabeneder die Gäste im Bürgerhaus. Denn von gemütlich bayrisch-böhmischen Marschklängen bis hin zu lateinamerikanischen Rhythmen sei bei diesem Konzert des Musikvereins Zolling alles geboten. Zugegeben: Der nass-graue Novemberabend ließ zunächst nicht gerade ein feuriges Klangerlebnis erwarten. Das „Summ-Stimmungsbarometer“, das Schwabeneder zu Beginn anstimmte - „Wer November mag, summt bitte jetzt“ und „wer Sommer mag, summt bitte jetzt“ - sorgte jedoch schnell für die richtige Stimmung.

„Mit Schwung und guter Laune“, einem Marsch des Komponisten Roland Kohler, heizten die Zollinger Musiker gleich am Anfang kräftig ein. Wie man kubanisch feiert, wurde bei „El Cumbanchero“ deutlich. Das Mambostück aus der Feder des Komponisten Rafael Hernandez war ein Hörgenuss.

In die Münchner „Schickeria“ entführten die beiden Gesangssolisten Michael Kraml und Magdalena Hönlinger mit dem gleichnamigen Stück von Günther Sigl. Derart gut gelaunt ging es dann in die Pause.

Konditormeister Stefan Kopetz hatte zugunsten des Vereins einen süßen Tortentraum gespendet. Dieser habe reißenden Absatz gefunden und den für Spendengelder bereitstehenden Koffer derart gefüllt, dass „wir ihn kaum noch zugebracht haben“, scherzte Schwabeneder.

Beeindruckt war der Moderator, dass sogar die „ganz Kleinen“ schon im Nachwuchsorchester spielen. Diese begeisterten das Publikum mit den Stücken „Coconut Song“ und „Marsch der Garde“. Mit „Fiesta-Stimmung“ ging es mit den „Großen“ in den Endspurt des beeindruckenden Konzerts: „Brazil“, „Pfeffer und Salz“ und „The Girl from Ipanema“ spielte das Orchester. Bei letzterem Arrangement ließ Magdalena Hönlinger noch einmal ihre schöne Stimme ertönen.

Die von lang anhaltendem Applaus eingeforderten Zugaben ließen zum Schluss die Begeisterungswogen nochmals kräftig nach oben schwappen. Hätte ein Pegelmesser den Grad der Stimmung angezeigt: Er hätte weit ausgeschlagen. (mam)

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