Adolf Schäfer - sein Leben und seine Zeit

Freising - Im Freisinger Tagblatt ist am Freitag der zweite Teil einer Serie über das Leben und Wirken des verstorbenen Alt-Oberbürgermeisters Adolf Schäfer nachzulesen.

Als er 1994 nach 24 Jahren als Oberbürgermeister aus dem Amt scheidet, wird Adolf Schäfer so zitiert: OB – das habe er „nie als eine Episode in meinem Leben angesehen oder als Sprungbrett, sondern als Lebensaufgabe“. Und so hat er sein Amt auch ausgefüllt – auch als er schon fest im Sattel saß.

von andreas beschorner

Freising – Leidenschaft hat Adolf Schäfer nicht nur bei der Lösung von drängenden Verkehrsproblemen in Freising an den Tag gelegt, wie wir im ersten Teil unserer Serie über den verstorbenen Alt-OB dargelegt haben. Leidenschaftlich brachte sich Schäfer auch in ein Thema ein, das ihn all die 24 Jahre seines Wirkens beschäftigt hat: der Flughafen.

Nur wenige Monate nach seinem Amsantritt fällt in der Staatsregierung die Entscheidung, den Flughafen München II im Erdinger Moos zu bauen. 1971 wird Schäfer zum Vorsitzenden der Fluglärmkommission gewählt – eine Funktion, die ihm viel Anerkennung und vor allem auch 1984 das Bundesverdienskreuz einbringt. Doch schon 1970 bei seiner Antrittsrede weiß Schäfer, der unermüdliche Kämpfer gegen das Großprojekt im Moos: „Freising wird in einigen Jahren Nachbarstadt eines interkontinentalen Flughafens sein.“ Schon damals wird Schäfer oft nicht verstanden, wenn er das einnimmt, was sein Nachfolger Dieter Thalhammer heute im Rückblick als „totale Abwehrhaltung“ bezeichnet. Dabei ist es der Grundstückspolitik des Juristen Schäfer zu verdanken, dass die Stadt Freising im Planfeststellungsverfahren und bei den Gerichtsverfahren überhaupt ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat. Und man darf nicht vergessen: Vor dem Verwaltungsgerichtshof hat man erreicht, dass statt der geplanten vier nur zwei Startbahnen gebaut werden und dass die Bürger mehr Lärmschutz bekommen, als der Airport 1992 kurz vor Ende der Ära Schäfer in Betrieb geht.

Mehr lesen Sie am Freitag im Freisinger Tagblatt.

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