Flughafenpolizei ist aufmerksam

Albaner mit falschen Dokumenten auf dem Weg nach Irland gestoppt

Das neue Jahr beginnt für die Bundespolizei, wie das alte endete. Am Samstag hat ein albanischer Staatsangehöriger versucht, Bundespolizisten bei der Ausreisekontrolle mit einem gefälschten Ausweis zu überlisten. 

Der 20-Jährige wollte nach Cork in Irland. Bei der Passkontrolle am Flughafen München legte er eine rumänische Identitätskarte vor. Die Bundespolizisten überprüften das Dokument und fanden heraus, dass der Ausweis eine komplette Fälschung ist. Die Beamten nahmen den Albaner wegen des Verdachts der Urkundenfälschung vorläufig fest.

In der Vernehmung gab der Beschuldigte zu, das gefälschte rumänische Dokument von einem in Irland lebenden Landsmann bekommen zu haben. Dies sei vor etwa zweieinhalb Monaten gewesen. Er habe ein Foto nach Irland geschickt und danach die Identitätskarte per Post bekommen. An die Adresse in Irland könne er sich aber nicht mehr erinnern, das sei schließlich schon zu lange her. Der Fälscher habe 6.000 Euro für seine Dienste verlangt. Den Betrag müsse der 20-Jährige binnen eines Jahres bezahlen. Mit dem gefälschten Ausweis habe er nach Großbritannien reisen wollen. Dort erhoffte er sich Arbeit und ein besseres Leben. Anfang November 2015 sei er von Albanien nach Italien gereist, wo er bei einem Freund gewohnt und zwei Monate als Olivenpflücker gearbeitet habe. Auch an die Wohnadresse und den Namen seines Arbeitgebers könne er sich nicht erinnern, nur dass es in Pescara gewesen sei. Die gefälschte Identitätskarte in der Tasche sei es schließlich am Freitag (8. Januar) mit dem Zug zum Münchner Flughafen gegangen. Nach einer Nacht in einem Flughafenhotel beendeten Bundespolizisten die Reise des jungen Mannes dann vorzeitig, als sie den Wahl-Rumänen zur Ausreise nach Cork kontrollierten. Seinen echten albanischen Reisepass hatte er im Koffer versteckt.

Die Bundespolizisten zeigten den jungen Albaner wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts an. Bevor sie den 20-Jährigen noch am Samstagabend wieder zurück nach Albanien schickten, musste dieser noch 190 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen.

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