Trambahnen kollidieren: Bayerstraße momentan teilweise gesperrt

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Auf polemische Leserbriefe zu reagieren hat sich Allershausens Rathauschef Rupert Popp abgewöhnt. 

Rupert Popp weist Vorwürfe zurück

Keine Antwort auf Polemik

Allershausen - Allershausener und Kranzberger Bürger sind gerade fleißig am Leserbriefe schreiben. Es geht vor allem um die Jobsterstraße. Der Rathauschef gibt jetzt ein Statement ab, obwohl er eigentlich auf polemische Aussagen nicht mehr reagieren wollte. 

Rupert Popp sagt, er habe es sich „abgewöhnt, auf polemische Leserbriefe zu antworten“. Bei manchen Themen antwortet der Allershausener Bürgermeister deshalb auch auf gar keinen Leserbrief. Würde er nicht so verfahren, so müsste er seit einigen Wochen und Monaten immer wieder in die Tasten hauen und sich in Sachen Jobsterstraße zu Wort melden. Jetzt hat Popp allerdings doch einmal die Tastatur herangezogen und eine Antwort-E-Mail auf den Leserbrief von Wolfgang Klausner (am 20. März im FT) verfasst.

Klausner hatte, weil er auf eine E-Mail keine Antwort bekommen hatte, behauptet, ein Dialog mit Popp sei nicht möglich. Popp stellt nun klar, dass die E-Mail von Klausner (vom 17. Oktober) auch an das Bauamt gerichtet war, er davon ausgegangen sei, Klausner habe von dort eine Antwort erhalten. Ein weiterer E-Mail-Verkehr sei nicht feststellbar, betont Popp – auch nicht, nachdem Listen der gelöschten E-Mails durchsucht worden seien. Die von Klausner in seiner E-Mail angeregte E-Tankstelle in Allershausen sei aber schon im Februar 2016 im Zuge der Planungen für die neue Ortsmitte beschlossen worden, die Vergabe zum Bau der Tankstellen sei am 17. Januar 2017 erfolgt, stellt Popp nun seinerseits klar. Die Presse habe darüber berichtet.

Und dann gibt es eben noch das Thema Jobsterstraße. In seinem Leserbrief beschwert sich Klausner, dass man „Millionen Gelder in die Hand nimmt, um die Ortsmitte zu gestalten“, aber die Sicherheit der Bürger auf einem Rad- und Gehweg „wegdiskutiert“, weil versenkbare Poller und zehn Handsender zum Ansteuern zu teuer seien.

Dazu schreibt Popp, dass das Thema „Radweg“ zuletzt am 14. Februar im Gemeinderat ausführlich behandelt worden und darüber auch berichtet worden sei. Man habe beschlossen, dass sich der Arbeitskreis Gewerbe mit den Landwirten zusammensetzen und einen für alle Seiten akzeptablen Lösungsvorschlag erarbeiten solle. Zudem sei das Thema Radweg und Jobsterstraße bei allen vier Bürgerversammlungen in diesem Jahr diskutiert worden. „Auch hier hätten Sie sich als ,mitdenkender Bürger’ durchaus kundig machen können“, schreibt der Bürgermeister. „Dafür sind die Bürgerversammlungen schließlich auch da.“ Und dann verbittet sich Popp auch in seiner Rolle als Vater von vier inzwischen erwachsenen Kindern und Großvater von zwei Enkeln die „Unterstellung“, er wolle die Sicherheit der Bürger wegdiskutieren.

Vielleicht muss Popp bald wieder zur Tastatur greifen. In einem neuerlichen Leserbrief an das FT hat nun der Kranzberger Anton Hierhager abermals sein Unverständnis und seine Verärgerung über die Sperrung der Jobsterstraße für Pkw geäußert: In 300 Meter Entfernung gebe es doch schon einen Radweg. Die Aussage Popps, die Jobsterstraße bleibe gesperrt, weil es keinen alternativen Radweg gebe, sei also falsch. Oder wisse der Bürgermeister von diesem Radweg etwa nichts? Offenbar sei „den gewählten Volksvertretern“ der Ärger vieler Bürger „ja völlig egal“, mutmaßt der Kranzberger SPD-Gemeinderat Anton Hierhager.

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