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„Wir wurden sehr herzlich und freundlich aufgenommen“ – Maral Zahed (34) und Matthias Schwarzer (32) werden am Sonntag in ihr Amt als Pfarrerin und Pfarrer in Oberallershausen und Eching eingeführt. Foto: Beschorner

Das neue Pfarrerehepaar stellt sich vor

Allershausen - Auf dem Freisinger Volksfest waren Maral Zahed und Matthias Schwarzer schon. Und das ist wichtig. Schließlich muss das neue Pfarrerehepaar für die Evangelische Kirchengemeinde Oberallershausen den Landkreis kennenlernen.

Seit 1. September sind sie in Allershausen daheim. Am vergangenen Sonntag wurden sie in München von der Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ordiniert, und an diesem Sonntag werden sie von Dekan Jochen Hauer offiziell in ihr Amt als Pfarrerin und Pfarrer in Oberallershausen und Eching eingeführt: Maral Zahed (34) und Matthias Schwarzer (32), die nach ihrem dreijährigen Vikariat in der Nähe von Hannover nun in Oberbayern ihre erste Pfarrdienststelle antreten. Und auch wenn sie erst zwei Wochen in oberbayerischen Landen weilen, so fühlen sich die gebürtige Hannoveranerin und der Allgäuer aus Memmingen schon wohl in ihrer neuen Heimat. „Wir wurden sehr herzlich und freundlich aufgenommen“, sagt Maral Zahed. „Es ist schön zu spüren, dass alle einen gern sehen.“

Die große Entscheidung, zusammen mit dem zwei Jahre alten Sohn die bisherige Heimat Hannover zu verlassen, ist den beiden nicht einfach gefallen, gesteht Zahed. Doch nach drei Jahren Vikariat, das beide in verschiedenen Gemeinden in der Landeskirche von Hannover absolviert haben, war die Nähe zur Familie in Memmingen dann doch das ausschlaggebende Argument. Das Schöne: Drei Wünsche durften die beiden äußern, wo sie denn eingesetzt werden wollen. „Und Allershausen war unser Favorit“, sagt Schwarzer.

Jetzt beginnt also der dreijährige Probedienst, den das Ehepaar in Oberallershausen und Eching absolvieren wird. Neben den typischen Pfarraufgaben vor allem in Kranzberg und in Fahrenzhausen - „Standardprogramm“ nennen das die beiden mit einem Augenzwinkern - wollen sie den Schwerpunkt auf die Jugend- und Familienarbeit legen. Bereits nach zwei Wochen wissen sie, dass sie in der Kirchengemeinde ein großes und sehr engagiertes Team an Mitarbeitern haben, das auch schon sehr selbstständig arbeitet. „Das ist ein Traum“, beschreibt Zahed die Situation. In der kommenden Woche werde man alle Helfer und Mitarbeiter der Jugendarbeit kennen, werde zusammen mit ihnen und im Jugendausschuss besprechen, wie man die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Konfirmanden und Familien gestaltet. Das Credo der beiden: „Wir wollen schauen und sehen, was die Leute brauchen, was sie sich wünschen.“ So soll sich „eine gemeinsame Vision“ entwickeln.

Für neue Freundschaften war die Zeit in Allershausen bisher noch zu kurz. Aber ihre Freunde, die in ganz Deutschland verteilt sind, werden sie schon finden, sind sich Zahed und Schwarzer sicher. Und da können sie dann einer ihrer Leidenschaften frönen: „Wir kochen gerne und üppig.“ Und weil sie jetzt erstmals ein Häuschen mit Garten bewohnen, werden im nächsten Jahr wohl „Gemüse und Blümchen“ als Hobby dazukommen.

Sportlich sind die beiden Pfarrer auch: Maral Zahed macht gerne Capoeira, das ist ein brasilianischer Kampftanz, und Schwarzer spielt Badminton. Und sie haben sich auch schon informiert, wo sie hier im Landkreis ihren sportlichen Neigungen nachgehen können.

Jetzt aber ist erst einmal das Einleben und das Einarbeiten wichtig. Die Voraussetzungen sind gut, denn beide sind von der Herzlichkeit, mit der sie bisher aufgenommen wurden, begeistert.

Und sie sind neugierig: Über die Wohnsituation im Landkreis haben sie sich schon - gezwungenermaßen - informiert, die Sache mit der Verkehrsbelastung ist ihnen bekannt, und auch beim Thema dritte Startbahn sind Zahed und Schwarzer bereits gut informiert. Und noch etwas haben sie bereits bemerkt: Die Ökumene funktioniert im Ampertal und im Landkreis Freising sehr gut. „Das sind hier perfekte Bedingungen für einen Arbeitsstart.“

Andreas Beschorner

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