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„Die Gemeinde kann nichtder Zahlmeister für alle sein“, sagte Allershausens Bürgermeister Rupert Popp.

Debatten im Gemeinderat

Allershausen bekommt sie, VG-Schwester nicht: Großraumzulage sorgt für Ärger

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Allershausen darf die Großraumzulage zahlen. Die zweite Gemeinde in der Verwaltunggemeinschaft, Paunzhausen, jedoch nicht. Da kommt keine Freude auf bei den Gemeinderäten.

Allershausen – Und wieder ein Fall, in dem die vom Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV) genehmigte, sich an der „Münchenzulage“ orientierende Großraumzulage für Ärger sorgt: In der Verwaltungsgemeinschaft Allershausen erhalten nämlich Bedienstete der Gemeinde Allershausen die Großraumzulage, weil diese Kommune laut KAV zur Gebietskulisse der Landeshauptstadt gehört, während die Bediensteten in Paunzhausen leer ausgehen.

Anträge und Einsprüche der VG haben nichts geholfen, wie am Dienstag im Allershausener Gemeinderat berichtet wurde. Dass man die 270 Euro beziehungsweise 135 Euro (je nach Entgeltgruppe) als Zulage für die Allershausener Gemeindebediensteten bezahlt, dass man auch 50 beziehungsweise 25 Euro Kinderbetrag auszahlt, stand im Gemeinderat am Dienstag in keiner Weise zur Debatte. Auch wenn das die Gemeinde pro Jahr 120 000 Euro kosten wird. Denn man war sich einig, dass die Gewährung der Zulage unabdingbar sei, um Personal zu bekommen. Bürgermeister Rupert Popp ärgerte sich trotzdem: Denn Paunzhausen, die andere Gemeinde in der VG, dürfe laut KAV-Beschluss diese Großraumzulage nicht bezahlen, was zu großen Ungerechtigkeiten führe: Bauhofmitarbeiter in Allershausen bekämen die Zulage, ihre Kollegen in Paunzhausen nicht, Reinigungskräfte an Allershausener Schule bekämen die Zulage, ihre Kolleginnen ein paar Kilometer weiter an der Schule in Paunzhausen nicht.

Nachfrage ob Paunzhausen die Zulage auch zahlen darf mit lapidarem Schreiben zurückgewiesen

Einen Antrag der Verwaltungsgemeinscahft, dass auch Paunzhausen die Großraumzulage bezahlen dürfe, habe der KAV mit einem ziemlich „lapidaren“ Schreiben vom 21. Januar abgelehnt. Begründung: Man würde so nur die Grenze, ab der keine Zulage mehr gewährt werden darf, verschieben und so neue Härtefälle schaffen. Das Schreiben, sagte Rupert Popp, sei eine Standardantwort auf sämtliche Beschwerden und Anträge auch aus anderen Gemeinden und VGs, ohne dass auf den Einzelfall eingegangen werde. Auch Manuel Mück (CSU) fand diese Antwort „ziemlich frech“.

Und noch etwas sorgte für etwas Ärger: Josef Lerchl (SPD) erinnerte daran, dass beispielsweise das Betreuungspersonal in den Kindergärten, bei denen nicht die Gemeinde der Träger sind, von dieser Großraumzulage nicht profitierten – beispielsweise im Pfarrkindergarten oder auch im Kinderhort in Allershausen, bei dem die Johanniter die Träger sind.

Popp betonte allerdings, das sei Sache der jeweiligen Arbeitgeber, die seien jetzt „am Zug“. „Die Gemeinde kann nicht der Zahlmeister für alle sein“, bekräftigte Popp. 

Lesen Sie auch:Attacke auf Hundebesitzer. 

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