Das Schmeller-Areal bietet der Gemeinde Allershausen vielfältige Möglichkeiten. Die Gemeinde will sich das Vorkaufsrecht sichern.
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Das Schmeller-Areal bietet der Gemeinde Allershausen vielfältige Möglichkeiten. Die Gemeinde will sich das Vorkaufsrecht sichern.

Grundstück für Doppellösung

Schulerweiterung und Bürgerhaus: Gemeinde Allershausen will sich Vorkaufsrecht für Schmeller-Areal sichern

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die Gemeinde Allershausen will sich das Vorkaufsrecht für das Schmeller-Areal sichern. Es könnte sowohl für eine Schulerweiterung als auch für ein Bürgerhaus die Lösung bieten.

Allershausen – Was hat der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung im Grundschulalter mit dem dritten Bauabschnitt der Neuen Ortsmitte in Allershausen zu tun? Ganz einfach: Ein Grundstück im Süden der Grund- und Mittelschule Allershausen könnte sowohl für eine Schulerweiterung als auch für eine Art Bürgerhaus die Lösung bieten. Zumindest hat der Gemeinderat jetzt mit einer Satzung der Kommune die Möglichkeit eröffnet, sich das Areal durch Vorkaufsrecht zu sichern.

Ausgangspunkt aller Überlegungen war, dass das große sogenannte „Schmeller-Areal“, das – südlich der Schule gelegen – mehrere Grundstücke und Flurnummern umfasst, möglicherweise verkauft wird. Um sich als Gemeinde diese für die Entwicklung in der Ortsmitte wichtigen Flächen sichern zu können, wurde der Erlass einer Vorkaufsrechtssatzung für die betreffenden Grundstücke erarbeitet und am Dienstag im Gemeinderat auch einstimmig abgesegnet. In erster Linie will man sich so die Chance eröffnen, in Nähe des bestehenden Schulgebäudes eine Erweiterungsfläche zu haben, sollte es bis 2025 durch den Gesetzgeber einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder geben. Denn dann wäre die Gemeinde Allershausen in der Pflicht, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die, das sei jetzt schon klar, gebe es weder im Schulgebäude noch in Kindertagesstätten, hieß es. Die Folge: Man brauche dann wohl ein Grundstück für einen Erweiterungsbau – und das am besten in Nachbarschaft zur Schule. Das „Schmeller-Areal“ sei dafür ideal geeignet.

Ein Bürgerhaus war im Bauabschnitt 3 der Neuen Ortsmitte zwischen Glonnterrassen und Volksfestplatz vorgesehen. Jetzt gibt’s neue Pläne.

Im Rahmen der Beratungen und des Sachberichts wurde dann aber deutlich, dass das Gelände auch noch in einer anderen Hinsicht von Bedeutung für die Gemeindeentwicklung sein könnte. Denn nachdem der erste und zweite Bauabschnitt der Neuen Ortsmitte – also der Volksfestplatz und die Glonnterrassen – fertiggestellt sind, fehlt zum vollständigen Glück noch Bauabschnitt 3. Die seit Jahren bestehenden Ideen, auf dem Gelände zwischen Abschnitt 1 und Abschnitt 2, dem sogenannten „Gelenk“, eine Art Bürgerhaus oder Café zu errichten, lässt man nun aber wohl fallen. Grund: Die Hochwasserproblematik macht es in diesem Bereich schwierig, ein Gebäude zu bauen. Auch von der vor zwei Jahren einmal geäußerten Variante eines Gebäudes auf Stelzen hat man sich inzwischen offensichtlich verabschiedet. Hinzu kamen Probleme in der Kommunikation mit dem früheren Vertreter der Eigentümergemeinschaft der angrenzenden Wohnanlage, die im Besitz der Flächen im „Gelenk“ ist. Da kommt das Schmeller-Areal ins Spiel: Das sei nämlich groß genug und geeignet, um als alternativer Standort für ein Bürgerhaus in welcher Form auch immer in Betracht zu kommen. Auch aus diesem Grund wäre es also für die Gemeinde sinnvoll, in den Besitz der Grundstücke an der Glonntalstraße zu kommen, hieß es im Gemeinderat.

Pläne nicht gestorben

Wichtig: Der Bauabschnitt 3 der Neuen Ortsmitte ist mit dem mehr oder minder erzwungenen Verzicht auf ein Gebäude aber nicht gestorben, wie Bürgermeister Martin Vaas auf Nachfrage des Freisinger Tagblatts verriet: Inzwischen lägen neue Planentwürfe des Marzlinger Landschaftsarchitekturbüros Narr-Rist-Türk (NRT) vor. Die sehen auf der Fläche eine Art Marktplatz vor, außerdem eine kleine Bühne, die sogar etwas über die Glonn hinausragt und die Möglichkeit für kleinere Veranstaltungen und Events bieten würde. Diese Pläne, die auch dem Arbeitskreis Ortsmitte vorgelegen hätten, habe man nun an die Sprecher der Eigentümergemeinschaft weitergegeben, die das in der nächsten Eigentümerversammlung besprechen und beraten wollen.

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