Die Gründungsmitglieder: (v. l.) Lena Berchtold, Tom Schmidt, Stefan Hiesinger, Max Raith, Thorsten Klenke, Alexandra Bolle, Tomi Skaric, Renate Lugmeier, Hendryk Rusin (hinten auf dem Stein), Artjom Baranov und Renate Vogt.
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Die Gründungsmitglieder: (v. l.) Lena Berchtold, Tom Schmidt, Stefan Hiesinger, Max Raith, Thorsten Klenke, Alexandra Bolle, Tomi Skaric, Renate Lugmeier, Hendryk Rusin (hinten auf dem Stein), Artjom Baranov und Renate Vogt.

„Erfreulicher Tag“

Grüne gründen neuen Ortsverband im Landkreis Freising - Vorsitzende sind gefunden

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Die Grünen haben im Landkreis Freising einen neuen Ortsverband gegründet. Angeführt wird er von einer Frau und einem Mann.

Allershausen – „Ein erfreulicher Tag“ war das – nicht nur für den Kreisvorsitzenden der Grünen, Maximilian Breu. Am Donnerstagabend wurde der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Allershausen gegründet. Ortsvorsitzender neben Alexandra Bolle ist ein alter Bekannter: Max Raith, seit 1984 Mitglied bei den Grünen, seit 2014 Gemeinderat in Allershausen – allerdings für die PFW.

Vor rund vier Monaten habe man erste Überlegungen angestellt, ob und wie man einen neuen Ortsverband der Grünen in der Ampertalgemeinde ins Leben rufen könne. Die Sache habe schnell Schwung aufgenommen, es sei „beeindruckend“, was man da in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt habe, bilanzierte Kreischef Maximilian Breu zu Beginn der virtuellen Gründungsversammlung. Und Grünen-MdL Johannes Becher versicherte den zwölf stimmberechtigten Mitgliedern per Videobotschaft, dass dieser OV „Allershausen und uns Grünen gut tun wird“.

Zwei Bewerber gab es für den männlichen Vorstandsposten

Den weiblichen Posten im Duo der Ortssprecher übernahm Alexandra Bolle, die mit elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung gewählt wurde. Bolle, seit 21 Jahren wohnhaft in Leonhardsbuch, seit etwa sieben Jahren selbstständige Dozentin, Trainerin und Beraterin, außerdem seit eineinhalb Jahren Mitglied bei den Grünen, will mit ihrem politischen Engagement „einen Gegenpol setzen zu dem bedingungslosen Mehr und Weiter“. Das müsse ein Ende haben. Und auch beim Thema Frauen fühle sie sich bei den Grünen am besten aufgehoben, denn dort stehe Gleichberechtigung „nicht nur auf dem Papier“. In Allershausen, so ihre Vorstellung, wolle man die Leute einbinden, bei Themen transparent und nicht nur vor Wahlen präsent sei.

Zwei Bewerber gab es um das Amt des zweiten Ortssprechers: Thorsten Klenke und den PFW-Gemeinderat Max Raith. Klenke, seit 2006 in Allershausen wohnhaft, wollte die vielen Themen, die man angehen sollte, nicht mit der Brechstange anpacken, sondern langsam anschieben, wollte „vieles hinterfragen, aber nicht alles in Frage stellen“. Klenke unterlag mit fünf Stimmen seinem Gegenkandidaten Max Raith (elf Stimmen): Der outete sich als Grünen-Mitglied seit 37 Jahren, betonte, er bleibe bis zur nächsten Kommunalwahl 2026 für die PFW im Gemeinderat. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Energie und Umwelt, als Energiebeauftragter der Gemeinde von 2014 bis 2020, als Teilnehmer an dem MIA-Workshop habe er, der studierte Geograf, Botaniker und Zoologe, gute und tiefe Einblicke in die Gemeindepolitik. Er sei gut vernetzt, aber „kein Vereinsmeier“.

Kreisverband leistet „Anschubfinanzierung“

Zudem wählten die zwölf Stimmberechtigten aus einem Quartett an Bewerbern ein Beisitzer-Trio: Lena Berchtold, die an der TUM Molekulare Biotechnologie studiert, erhielt zehn Stimmen, Renate Lugmeier, die ehrenamtlich stark engagiert ist, bekam neun Stimmen, Tomislav Skaric, von Beruf Regionalplaner, kam auf acht Stimmen. Lediglich vier Stimmen erhielt Renate Vogt, die nach Jahrzehnten der SPD-Mitgliedschaft im vergangenen Jahr den Genossen den Rücken gekehrt hat. Vom Kreisverband erhält der neue Ortsverband 500 Euro „Anschubfinanzierung“. Und Raith versprach: „Wir werden das Vertrauen nicht enttäuschen.“

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