Verkehrsministerkonferenz
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Die Autobahnausfahrt Allershausen wird bald für sechs Wochen dicht gemacht. Ein Gemeinderat äußerte nun massive Kritik an der Vorgehensweise.

SPD-Rat echauffiert sich über Vorgehensweise

„Haben uns alle verarscht“: Ärger um Totalsperre in Allershausen – Kritik aus eigenen Reihen

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die sechs Wochen lange Sperrung der Autobahnausfahrt Allershausen sorgte für reichlich Diskussion im Gemeinderat. Christian Huber, Hotelbetreiber und SPD-Rat, äußerte deutliche Kritik.

Allershausen – Christian Huber ist Hotelbetreiber und SPD-Gemeinderat in Allershausen. Als am Dienstag im Gremium das Thema der sechswöchigen Sperrung der Autobahnausfahrten Allershausen aufs Tapet kam, echauffierte sich Huber deshalb: Er verstehe nicht, „wieso die Gemeinde da nicht auf die Kacke haut“, um eine Lösung zu finden, die den Hoteliers in der Ampertalgemeinde das Leben erleichtere. Und auch über die Autobahndirektion und das Staatliche Bauamt hat Huber eine klare Meinung: „Die haben uns doch alle verarscht.“

Vaas: Gemeinde habe keinen Einfluss

Aufgebracht hatte das Thema ganz am Ende der Sitzung am Dienstag Manuel Mück (CSU): Er sagte, die Gemeinde möge wenigstens bei der Autobahndirektion und beim Bauamt darauf drängen, dass die Anlieger und Gewerbetreibenden über den Baufortschritt informiert würden. Bürgermeister Martin Vaas nahm das zum Anlass, nochmals zu betonen, dass die Gemeinde auf die Arbeiten und die Sperrung „keinen Einfluss“ habe. Umso schlimmer sei es, wenn man dann in den Medien und vor allem auf Facebook lesen müsse, die Gemeinde sei an allem schuld, und man fühle sich von der Gemeinde allein gelassen.

Andreas Glück (FW), der bei der Autobahndirektion beschäftigt ist, versicherte, man könne froh sein, dass die Autobahndirektion die Straßenumbauten im Auftrag des Staatlichen Bauamts durchführe. So gehe es nämlich schneller. Über die Entscheidungen des Staatlichen Bauamts, was Sperrungen und Umleitungen betreffe, wundere man sich manchmal selbst.

„Das darf man ja gar nicht laut sagen“

Vaas ergänzte, dass der Gemeinderat darüber, dass die Brücke und damit die Aus- und Einfahrten der A 9 sechs Wochen gesperrt würden, bereits vor einem Jahr vom damaligen Bürgermeister Rupert Popp informiert worden sei. Christian Huber war das neu, er habe davon nichts gewusst. Umso schlimmer, so findet er, dass die Gemeinde nicht schon im Vorfeld tätig geworden sei: „Das darf man ja gar nicht laut sagen.“

Übrigens: Der Bitte von Manuel Mück um mehr Information für die Gewerbetreibenden wäre die Autobahndirektion auf FT-Nachfrage ohnehin nachgekommen. Wie Katharina Holzapfel erklärt, ist man gerade dabei, grafische Umleitungskarten zu erstellen. Die würden dann allen Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellt, damit sie diese an ihre Kunden, auch Hotelgäste, weiterleiten könnten. Zudem erklärte Katharina Holzapfel von der Autobahndirektion, man werde auch die Gemeinde Allershausen darum bitten, die Umleitungskarten auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. 

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