Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof: Entscheidung ist gefallen

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Wohnraum will die Gemeinde Allershausen am Eggenberger Feld schaffen. Bürgermeister Rupert Popp und die Gemeinderäte sind überzeugt davon, gegen die Wohnungsnot etwas tun zu müssen. Nur eines von vielen Vorhaben im Jahr 2018. 

Ausblick auf das Jahr 2018: Interview mit Allershausens Bürgermeister Rupert Popp

Allershausen hat der Wohnungsnot den Kampf angesagt

„Mia hams ja.“ Diesen Spruch hört Rupert Popp relativ häufig. Doch auch wenn die Gemeinde Allershausen sicher nicht zu den ärmsten im Freistaat gehört, hat man kein Geld, um es zum Fenster hinaus zu schmeißen. Alles was 2018 ansteht, ist notwendig und nahezu unausweichlich. Das Freisinger Tagblatt hat sich mit Bürgermeister Popp unterhalten und auf 2018 vorausgeblickt.

-Wird 2018 wieder so ein ereignisreiches Jahr wie 2017?

Wir haben schon was vor. Und da sind auch große Projekt dabei.

-Zum Beispiel?

Am wichtigsten dürfte heuer das Baugebiet Eggenberger Feld sein. Wir wollen da heuer das Bauleitverfahren für das 6,2 Hektar große Areal durchführen, damit wir im Herbst mit den Ausschreibungen für die Erschließungsmaßnahmen beginnen können.

-Wie wird die Bebauung aussehen? Gibt es da schon Pläne?

Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum hat verschiedene Entwürfe erarbeitet, die wir in einer Arbeitsgruppe begutachtet haben. Jetzt gibt es zwei Varianten, die demnächst dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden. Entstehen werde Einfamilien- und Doppelhäuser, Mehrspänner und vielleicht auch Geschoßwohnungsbau. Letzterer würde im westlichen Bereich entstehen, also zur Autobahn hin, um eine Art zusätzlichen Lärmschutz für die dahinter liegenden Gebäude zu gewähren. Aber das ist noch nicht sicher. Allerdings müssen wir etwas gegen die Wohnungsnot unternehmen – auch für die der Einheimischen.

-Wie schaut es mit dem betreuten Wohnen aus?

Der Satzungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung ist gefasst, dem Bauantrag haben wir unser Einvernehmen erteilt, der liegt jetzt im Landratsamt. Wann er dort entschieden wird, weiß ich nicht. Der Investor steht auf jeden Fall schon in den Startlöchern und will heuer noch den Rohbau realisieren.

-Gibt es noch Widerstand von den Nachbarn?

Bisher habe ich nichts gehört, dass es zu einer Klage gekommen wäre. Man muss abwarten. Vielleicht kommt noch etwas, wenn der Bauantrag vom Landratsamt genehmigt ist. Aber ich will es nochmals betonen: Der Bedarf ist da. Der Investor und die Kirche haben bereits rund 60 konkrete Anfragen vorliegen.

-Wird man auch heuer wieder an der Schule werkeln?

Ja. Die Dachsanierung ist abgeschlossen, die neue Photovoltaikanlage läuft. In diesem Jahr müssen wir den Brandschutz und die Elektrotechnik erneuern. Allein das kostet eine gute Million.

-Wird der Schulbetrieb deshalb zeitweise ausgelagert?

Nein. Die lärm- und schmutzintensiven Arbeiten werden wir in die Ferienzeiten verlegen, die anderen Arbeiten müssen während der Schulzeit stattfinden. Freilich wird es da zu kleineren Beeinträchtigungen kommen, aber damit muss man leben.

-Und beim Tiefbau? Was steht beim Straßenbau an?

Wir wollen, das haben wir ja beschlossen, die Kesselbodenstraße sanieren. Vorher muss aber die Wasserversorgung dort ausgetauscht werden. Das wird heuer passieren, die eigentliche Grundsanierung der Kesselbodenstraße erfolgt dann 2019.

-Wird die Maßnahme über die Straßenausbaubeitragssatzung abgerechnet?

Normalerweise ja.

-Gibt es 2019 die Strabs noch?

Das glaube ich nicht. Die gibt es dann nicht mehr.

-Tut sich was bei der Ortsumfahrung?

Im Frühjahr wird es für beide Gemeinden, Allershausen und Kranzberg, eine Informationsveranstaltung durch das Staatliche Bauamt zum Stand der Dinge geben. Und der ist: Die Südumfahrung könnte derzeit nicht so gebaut werden wie geplant. Denn die Untersuchungen sind schon 15 Jahre alt und müssen neu gemacht werden. Zudem soll eventuell auch eine Nordumfahrung untersucht werden. Man will, so sagt es das Bauamt, gewappnet sein, sollte die Sache einmal vor Gericht landen. Man muss dann nachgewiesen haben, dass man auch die Alternative einer Nordumfahrung geprüft hat.

-Gibt es etwas, wo es noch hakt?

Naja. Die neue Ortsmitte mit ihrem Herzstück, den Glonnterrassen, wurde vergangenes Jahr zwar fertiggestellt und eingeweiht, aber der dritte Bauabschnitt hängt noch.

-Was umfasst der dritte Bauabschnitt?

Das ist das sogenannte „Gelenk“ – also der Teil, der den neuen Festplatz mit den Glonnterrassen verbindet. Gemeint ist damit der Parköstlich des Kindergartens und nördlich der Glonn, der mehreren Grundstückseigentümern gehört. Ein erster Entwurf hat für diese Fläche ein Café oder eine Art Bürgerhaus vorgesehen. Das steht aber noch in den Sternen. Jetzt gab es erst einmal ein Gespräch mit den Eigentümern. Da muss man sehen, wie sich das entwickelt.

-Und was steht sonst noch an? Worauf wartet der Bürgermeister noch?

Das IKEK, also das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept, ist vor Kurzem fertig geworden. Wir warten jetzt noch auf den Reinentwurf.

-Wozu braucht man IKEK?

Da sind langfristig angelegte Projekte und Ideen aufgelistet – beispielsweise, was man mit Bauernhöfen macht, wenn die einmal aufgegeben werden. Und das ist wichtig. Denn richtig viel Zuschüsse bekommt man nur, wenn diese interkommunalen Projekte im IKEK verzeichnet sind. Ein Beispiel: Für die Glonnterrassen hätten wir ohne interkommunale Zusammenarbeit und das Zusammenspannen mit anderen Vorhaben in Kranzberg und Fahrenzhausen vielleicht 40.000 Euro bekommen. So aber haben wir eine Million bekommen.

-Geld, das auch Allershausen gut gebrauchen kann, oder?

Selbstverständlich. Auch wenn ich immer wieder höre, wir hätten es ja. Wir brauchen es auch – beispielsweise auch für ein neues Fahrzeug für unsere Feuerwehr. Das kostet 330.000 Euro.

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