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Rück- und Ausblick: Allershausens Bürgermeister fehlt das soziale Miteinander

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Von: Andrea Beschorner

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„Es soll wieder so werden wie vor der Pandemie“: Diesen Wunsch hat Allershausens Bürgermeister Martin Vaas für das kommende Jahr.
„Es soll wieder so werden wie vor der Pandemie“: Diesen Wunsch hat Allershausens Bürgermeister Martin Vaas für das kommende Jahr. © Lehmann

Der Jahreswechsel ist für viele Bürger die Zeit, Rück- und Ausblick zu halten. Auch Allershausens Bürgermeister Martin Vaas hat sich seine Gedanken gemacht.

Allershausen – Das Eggenberger Feld Süd war das prägende Thema in der Gemeinde Allershausen 2021 – im besten Sinn. Aber auch im kommenden Jahr wird das neue Baugebiet, allen voran der kommunale Wohnungsbau, das Gremium beschäftigen. Bürgermeister Martin Vaas blickt trotz aller Distanz auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das ihm gezeigt hat, wie wichtig es ist, positiv zu denken.

Herr Vaas, ein Blick zurück auf 2021: Welcher Filmtitel passt zu dem Jahr?

„Die Maske“ von Jim Carrey.

Und dasselbe nur für Ihre Gemeinde: Welcher Blockbustertitel wird den Geschehnissen gerecht?

„Und ewig grüßt das Murmeltier“. Wie im Film wiederholten sich dieses Jahr viele unangenehme Situationen aus dem letzten Jahr.

Welche kleinen und/oder großen Projekte für Ihre Gemeinde stehen für 2022 ganz oben auf der To-Do-Liste?

Das sind vor allem zwei Dinge: Die Planung und der Bau des neuen Kinderhauses im neuen Baugebiet Eggenberger Feld Süd sowie die Planung und Umsetzung des Brückenneubaus über die Glonn in Oberallershausen.

Und welche wichtigen Projekte folgen das Jahr über?

Das ist eine ganze Menge: angefangen von den Planungen für den kommunalen Wohnungsbau im Eggenberger Feld Süd, über die Digitalisierung im Rathaus für ein Online-Bürgerportal, bis hin zur Erstellung eines ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) mit Bürgerbeteiligung. Das soll als Leitfaden für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Allershausen dienen.

Gibt es ein Thema oder ein Vorhaben, das Ihnen schon jetzt Bauchschmerzen bereitet? Wenn ja, was ist das Problem?

Bauchschmerzen habe ich keine. Aber ein schwieriges Vorhaben ist bereits seit Jahren der Radweg von Oberallershausen nach Leonhardsbuch an der FS 6. Das Problem hier: die mangelnde Bereitschaft einiger Grundstückseigentümer, Flächen für den Radweg an die Gemeinde zu veräußern.

Nehmen Sie auch etwas mit ins Jahr 2022, was 2021 eigentlich hätte abgeschlossen werden sollen? Wenn ja: Woran liegt’s?

Die Sanierung des Wasserwerks Allershausen hätte im November 2021 abgeschlossen werden sollen. Aber im laufenden Umbau sind einige Gewerke dazugekommen, die bei der Planung noch nicht vorherzusehen waren. Darüber hinaus haben längere Lieferzeiten für benötigte Materialien die Fertigstellung verzögert.

Ihr persönliches Unwort des Jahres?

Distanzunterricht.

Was war beruflich der schönste Moment in 2021?

Die finale Vergabe der 49 Baugrundstücke im Eggenberger Feld Süd nach unserem Baulandmodell.

Und der am wenigsten schöne?

Die erneuten Absagen aller Veranstaltungen im Gemeindegebiet (Volksfest, Christkindlmarkt, Eisbahn, Seniorenweihnacht und so weiter).

Angenommen, Sie hätten einen Wunsch für Ihre Gemeinde frei. Wie lautet der?

Es soll wieder so werden wie vor der Pandemie. Es fehlen die Veranstaltungen für das soziale Miteinander und die Geselligkeit. Vor allem fehlen unser Volksfest, die Dorffeste und die vielen Kulturveranstaltungen. Auch für das Vereinsleben und die vielen Ehrenamtlichen ist es wichtig, wieder zur Normalität zurückzukehren, um spüren zu können, was das Leben in der Gemeinschaft ausmacht.

Was hat Sie 2021 gelehrt?

Es hat mich gelehrt: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“ Was mich aber nicht daran hindert, weiterhin positiv zu denken, wie es in dem folgenden Spruch beschrieben wird: Positiv zu denken bedeutet nicht, dass man immer gute Laune haben muss. Es bedeutet lediglich, dass man sich in schlechten Tagen bewusst macht, dass auch wieder gute Tage kommen werden.

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